Currykraut

Das Currykraut hat einen ähnlichen Geschmack wie das Currygewürz und kann daher auf die gleiche Weise verwendet werden. Gleichzeitig ist es durch seine silbrigen Blätter aber auch sehr dekorativ und vor allem für den Herbst oder in Kombination mit blühenden Stauden ein schöner Schmuck für Terrasse und Garten.

Bild: virginia43 / pixelio.de

Das Currykraut (Helichrysum italicum) wird etwa 50 bis 60 Zentimeter hoch und bis zu einem Meter breit. Es blüht ab Juli oder August mit kleinen gelben Blüten, die ebenfalls wie das Currygewürz duften. Weil sich die Zweige mit den Blüten gut zum Trocknen eignen, wird das Currykraut auch Italienische Strohblume genannt.

Aussaat

Die Samen des Currykraut können ab dem Frühjahr in Töpfen ausgesät werden. Sie keimen nur, wenn sie genügend Licht bekommen, daher werden sie nur leicht in die Erde gedrückt, aber nicht bedeckt. Danach werden die Töpfe auf eine helle Fensterbank in einen Raum mit Zimmertemperatur gestellt und die Erde am besten mit einer Sprühflasche immer leicht feucht gehalten. Innerhalb der nächsten zwei Wochen sollten sich dann die ersten Keimlinge zeigen.

Pflege

Das Currykraut stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und sollte daher wie andere mediterrane Pflanzen einen möglichst sonnigen Platz und einen eher trockenen Boden bekommen. Dort wird es nur wenig gegossen, vollständig austrocknen sollte der Boden aber nicht. Staunässe ist jedoch unbedingt zu vermeiden, deshalb wird ein sehr schwerer und dichter Boden vor dem Pflanzen am besten mit etwas Sand oder Blähton durchlässiger gemacht. Werden gleich mehrere Pflanzen in den Garten gesetzt, sollte der Abstand zwischen ihnen etwa 30 Zentimeter betragen. Nach der Blüte wird die Currypflanze leicht zurückgeschnitten, wer einige Zweige für Trockengestecke verwenden möchte, sollte sie jedoch schon dann schneiden, wenn sich die Knospen gerade zu öffnen beginnen. Alternativ ist ein Rückschnitt auch im zeitigen Frühjahr möglich.

Ernte

Die Blätter des Currykrauts ähneln in ihrem Duft und ihrem Aroma dem Currygewürz. Diese Blätter oder auch ganze Zweige können frisch vom Strauch gepflückt in Speisen mitgekocht werden, sollten vor dem Servieren jedoch wieder entfernt werden, denn sie können beim Verzehr Magenbeschwerden verursachen. Darüber hinaus hat der Duft der Blätter aber auch eine leicht abschreckende Wirkung auf Insekten, daher kann ein Topf Currykraut auf der Terrasse oder im Haus die Wohnräume frei von Fliegen und Mücken halten.

Überwintern

Das Currykraut ist nur mäßig winterhart, daher wird es am besten in Töpfen gezogen, die für den Winter in einen hellen und kalten, aber frostfreien Raum gestellt werden. Nur in milden Lagen kann das Kraut im Winter im Garten bleiben, sollte aber auch dort einen Schutz aus Laub oder Reisig bekommen.


Samenhaus Müller

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