Himbeere

Die Himbeeren unterscheidet man nach ihrer Erntezeit in Sommer- und Herbsthimbeeren. Für private Gärten werden meist die Herbsthimbeeren bevorzugt, weil sie sehr pflegeleicht und madenfrei sein. Die Sommerhimbeeren dagegen brauchen etwas mehr Pflege, zeichnen sich aber durch eine frühe Fruchtreife aus.

Bild: BirgitH / pixelio.de

Sommer- und Herbsthimbeeren

Bei den Sommerhimbeeren beginnt die Ernte schon im Juni, bei den Herbsthimbeeren kann es dagegen bis Ende Juli oder Anfang August dauern, bis die ersten Früchte reif sind. Diese späte Reifezeit ist jedoch ein großer Vorteil, denn auch die Blüten bilden sich bei den Herbsthimbeeren später und können daher von den Himbeerkäfern, die im Juni ihre Eier in die Himbeerblüten legen, nicht genutzt werden. Aus den Eiern der Himbeerkäfer schlüpfen Larven, die sich bis zu ihrer Verpuppung vom Fruchtfleisch ernähren und die Himbeeren damit ungenießbar machen. Herbsthimbeeren sind daher auf natürliche Weise geschützt und madenfrei und haben außerdem den Vorteil, dass der Rückschnitt bei ihnen sehr einfach ist.

Standort

Himbeeren brauchen einen besonders lockeren Boden, in dem sich kein Wasser stauen kann, denn dies führt häufig zu Wurzelerkrankungen. Vor dem Pflanzen sollte die Erde daher gut aufgelockert und falls nötig mit etwas Sand vermischt werden, um für einen besseren Abzug zu sorgen. Für sehr dichte Böden ist es jedoch empfehlenswert, die Pflanzen auf einen Erdwall zu setzen, sodass ihre Wurzeln geschützt sind. Als Standort ist ein möglichst sonniger Platz am besten geeignet.

Pflanzen

Mehrere Pflanzen in einer Reihe werden in einem Abstand von 30 Zentimetern gesetzt, mehrere Reihen in einem Abstand von zwei bis drei Metern. Dort werden die einzelnen Pflanzlöcher ausgehoben und zunächst mit etwas Kompost aufgefüllt, um die Pflanzen in der ersten Zeit mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen. Später kann hierzu etwas Beerendünger benutzt werden. Gleichzeitig mit dem Setzen der Pflanzen sollte auch schon das Rankgerüst aufgestellt werden, damit die Wurzeln später nicht verletzt werden. Hierzu werden zwischen Holzstäben waagerecht verlaufende Drähte gespannt, die einen Abstand von etwa 40 Zentimetern haben sollten. An diesen Drähten werden später die langen Ruten der Himbeeren entlang geleitet.

Bild: Steffi Pelz / pixelio.de

Pflege

Himbeeren benötigen abgesehen vom regelmäßigen Wässern und Düngen an sich nur wenig Pflege. Die Triebe müssen jedoch ein wenig in die richtige Richtung gelenkt werden, damit sie entlang der Drähte wachsen. Außerdem sollten Pflanzen, die im Laufe des Sommers zu dicht werden, ein wenig ausgelichtet werden, damit alle Beeren genügend Sonne bekommen und einen guten Geschmack entwickeln. Unkraut zwischen den Pflanzen kann dadurch verhindert werden, dass dort Gras gesät oder der Boden mit Rindenmulch abgedeckt wird.

Schneiden

Der Rückschnitt der Himbeeren erfolgt gleich nach der Ernte oder zum Ende des Winters. Hierbei ist unbedingt darauf zu achten, ob es sich bei den gepflanzten Himbeeren um eine Sommer- oder eine Herbstsorte handelt, denn bei den Sommerhimbeeren wachsen die Beeren an den zweijährigen Trieben, bei den Herbsthimbeeren dagegen an den einjährigen Trieben.

Herbsthimbeeren werden nach der Ernte bis auf den Boden abgeschnitten. Sie treiben im nächsten Frühling aus dem Wurzelstock wieder neu aus und an diesen neuen Trieben bilden sich dann wiederum die Himbeeren.

Bei den Sommerhimbeeren ist der Schnitt dagegen etwas komplizierter. Bei ihnen werden als erstes alle Triebe entfernt, von denen Himbeeren geerntet wurden. Sollten die übrig gebliebenen Triebe danach noch sehr dicht stehen, werden auch einige der neuen Triebe abgeschnitten, sodass alle Ruten ausreichend Platz haben. Zusätzlich werden alle Seitentriebe, die vom Hauptstamm ausgehen, bis auf zwei bis drei Augen eingekürzt.

Vermehren

Himbeeren lassen sich am einfachsten durch ihre Wurzelausläufer vermehren, die sich von allein an bereits vorhandenen Sträuchern bilden. Diese Ausläufer können im Herbst mit dem Spaten abgestochen und in Teilstücke von etwa zehn Zentimeter Länge geschnitten werden. Danach werden sie direkt am gewünschten Standort im Garten waagerecht zehn Zentimeter tief in den Boden gelegt, mit Erde bedeckt und leicht feucht gehalten. Damit sie bis zum nächsten Frühling viele Wurzeln bilden, ist es hilfreich, den Boden zum Schutz vor der Kälte mit Laub oder Mulch abzudecken. Oft bilden sich an den so vermehrten Himbeersträuchern zumindest bei den Herbsthimbeeren schon im folgenden Jahr die ersten Früchte.


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