Komposthaufen anlegen

Ein Komposthaufen liefert ständig hochwertigen und kostenlosen Dünger für alle Zier- und Gemüsepflanzen. Ein einfacher Lattenkomposter aus Holz sollte deshalb selbst in einem kleinen Garten nicht fehlen. Er kann mit wenig Aufwand selbst gebaut werden.

Bild: Erika Hartmann / pixelio.de

Der richtige Standort

Die meisten Menschen setzen ihren Komposthaufen in eine Ecke des Gartens oder an einen anderen, etwas versteckten Platz, damit er nicht sofort ins Auge fällt. Der Weg von der Küche bis zum Komposthaufen sollte jedoch nicht all zu weit sein, damit die Küchenabfälle leicht auf dem Kompost entsorgt werden können. Der Standort sollte außerdem gut belüftet sein, damit die Grünabfälle nicht faulen oder stinken. Außerdem ist ein leicht beschatteter Platz unter Bäumen oder hohen Sträuchern zu empfehlen. Ihr Laub sorgt an heißen Sommertagen dafür, dass die Temperatur innerhalb des Komposts nicht zu stark ansteigt und die Grünabfälle nicht zu trocken werden. Komposter besitzen keinen Boden, damit Würmer und Mikroorganismen den Komposthaufen besiedeln können. Sie verwandeln die Grünabfälle in reifen Kompost, indem sie die Grünabfälle fressen und nicht verwertbare Substanzen wieder ausscheiden. Damit dieser Prozess stattfinden kann, muss der Komposthaufen unbedingt direkt auf der Erde stehen. Eine gepflasterte Fläche ist daher nicht geeignet.

Materialien für den Komposter

Für den Bau eines Komposters reichen einige Bretter und Vierkanthölzer, die in jedem Baumarkt erhältlich sind. Die Bretter bilden den Rahmen und die Vierkanthölzer verstärken die Ecken, damit der Komposter stabil ist. Bei einem kleinen Lattenkomposter reichen vier Kanthölzer für die Ecken aus. Große Komposter werden an den Seiten jedoch am besten zusätzlich von innen oder außen verstärkt. Weiterhin sind einige Schrauben und eventuell ein Holzschutzmittel nötig. Solch ein Schutzanstrich ist für Holzarten nötig, die im Freien leicht verrotten. Hierzu gehören zum Beispiel die günstigen Bretter aus Fichtenholz. Witterungsbeständige Holzarten wie die Lärche kommen dagegen ohne Holzschutz aus. Ein Lattenkomposter kann jede beliebige Breite und Länge haben, er sollte jedoch nicht höher als einen Meter sein.

Einen Lattenkomposter selber bauen

Beim Bau eines Lattenkomposters werden die zuvor auf die gewünschte Länge geschnittenen Bretter einfach auf die Vierkanthölzer geschraubt. Hierbei sollte zwischen den einzelnen Brettern jeweils ein Abstand von einigen Zentimetern bleiben, damit ausreichend Luft in den Kompost strömt. Bei einem Lattenkomposter ist es sinnvoll, nur drei Seiten fest zu verschrauben und die Vorderseite so zu gestalten, dass die Bretter herausgenommen werden können. Dies erleichtert das spätere Umsetzen und die Entnahme des reifen Komposts enorm. Die Bretter der Vorderseite werden deshalb am besten in einer Nut geführt. Sie entsteht, wenn hinter dem Vierkantholz für die vordere Ecke ein weiteres Vierkantholz an die Bretter geschraubt wird. In diese Nut können die Bretter von oben eingeschoben werden und lassen sich ebenso leicht wieder entnehmen. Dann ist der Lattenkomposter schon fertig und kann mit Schnittgut aus dem Garten und Grünabfällen aus der Küche befüllt werden.

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