Linde

Die Linde (Tilia) gibt es in zahlreichen Arten, die in Europa und auf anderen Kontinenten vorkommen. Hierzulande finden sich vor allem die Sommer- und die Winterlinde sowie die Silberlinde und die Holländische Linde.

Bild: W. Butzler / pixelio.de

Die Sommer- und die Winterlinde

Bei vielen Linden, die in unseren heimischen Wäldern und in den Gärten wachsen, handelt es sich entweder um die Sommerlinde (Tilia platyphyllos) oder um die Winterlinde (Tilia cordata). Diese beiden Gattungen sind sich recht ähnlich, lassen sich jedoch anhand einiger Merkmale voneinander unterscheiden. Beide haben herzförmige Blätter, bei der Sommerlinde sind diese jedoch an der Ober- und Unterseite behaart, während die Blattoberseiten bei der Winterlinde glatt sind. Außerdem sind auch die Blattstiele bei der Sommerlinde behaart und bei der Winterlinde glatt. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die Blütezeit und die Anzahl der Blüten. Die Sommerlinde blüht im Juni und bildet meist drei Blüten an einem Stiel. Die Winterlinde blüht zwar nicht im Winter, aber dennoch einige Wochen später als die Sommerlinde. Bei ihr bilden sich bis zu zwölf Blüten an einem Stiel. Interessant für Gartenbesitzer ist eventuell auch die Wuchsgeschwindigkeit und die endgültige Größe der Bäume. Die Sommerlinde wächst schneller als die Winterlinde und wird bis zu 40 Meter hoch, während die Winterlinde eine Höhe von bis zu 30 Metern erreicht. Für beide Gattungen gilt, dass sie bis zu 1000 Jahre alt werden können.

Die Holländische Linde und die Silberlinde

Die Holländische Linde (Tilia europaea) ist eine Kreuzung aus der Sommer- und der Winterlinde. Sie wird bis zu 40 Meter hoch und blüht etwa zur gleichen Zeit wie die Sommerlinde. Die Holländische Linde ist sehr robust und eignet sich damit besonders gut zur Bepflanzung von Straßen und andere Stellen mit hohen Belastungen. Ebenso unempfindlich ist die Silberlinde (Tilia tomentosa), die bis zu 30 Meter hoch wird. Sie bekam ihren Namen wegen ihrer sehr dichten und hellen Behaarung auf den Blattunterseiten, die aus der Ferne silbrig schimmert. Die Blütezeit der Silberlinde beginnt meist im Juli.

Bild: uschi dreiucker / pixelio.de

Die Nutzung von Lindenblüten

Die Blüten der Linden werden gern von Honigbienen, Hummeln und anderen Insekten angeflogen. Genauso beliebt sind Lindenblüten von Sommer- und Winterlinden aber auch als natürliches Heilmittel gegen Erkältungskrankheiten, Husten, Halsschmerzen, krampfartige Schmerzen im Magenbereich und bei nervöser Unruhe. Hierfür verwendet man einen Tee aus getrockneten Lindenblüten, die am besten zu Beginn der Blütezeit gepflückt werden, weil sie zu diesem Zeitpunkt die beste Heilwirkung haben. Lindenblütentee ist sehr mild, hat einen guten Duft und kann daher auch zur Behandlung von Kindern genutzt werden.


Garten Schlüter

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