Pflücksalat

Der Pflücksalat (Lactuca sativa var. crispa) ist eine gute Lösung für Singles und alle anderen, die einen kompletten Salatkopf kaum aufbrauchen können und deshalb lieber kleinere Mengen Salat ernten möchten. Er bildet anstelle von Köpfen Blattrosetten, von denen die äußeren Blätter geerntet werden. Durch diese Vorgehensweise verlängert sich gleichzeitig die Erntezeit, denn es wachsen weitere Blätter nach. Beim Pflücksalat reicht bei einem moderaten Verbrauch daher eine zwei- bis dreimalige Aussaat, um den ganzen Sommer frischen Salat ernten zu können.

Bild: Claudia Hautumm / pixelio.de

Dieser Salat eignet sich darüber hinaus auch bestens für die Kultur in Balkonkästen oder in einem Hochbeet auf der Terrasse. Er ist in zahlreichen Sorten erhältlich, die sich sowohl optisch als auch im Geschmack unterscheiden. Einige wie der Lollo rosso oder der Lollo bionda bilden gekrauste, andere wie zum Beispiel der Eichbergsalat glatte Blätter. Schon allein diese drei Sorten unterscheiden sich auch farblich stark. Darüber hinaus gibt es Mischungen aus verschiedenen Sorten und für eine besonders einfache Aussaat Saatbänder.

Aussäen und Pflanzen

Abhängig von der Sorte kann Pflücksalat ab Februar vorgezogen werden. Lässt der Frühling nicht allzu lange auf sich warten, ist eine Direktaussaat in ein Beet oder einen Balkonkasten jedoch einfacher. Sie kann bei ausreichend hohen Außentemperaturen von etwa 15 °C schon ab Ende März oder Anfang April erfolgen. Vorgezogene Jungpflanzen dürfen ab Ende April ins Freie. Der beste Standort für den Pflücksalat ist sonnig bis halbschattig.

Die Samen werden nur dünn, das heißt mit einem halben bis einen Zentimeter Erde bedeckt und müssen im Anschluss immer leicht feucht gehalten werden. Bei der Kultur im Balkonkasten schützt eine Abdeckung aus Klarsichtfolie die Erde vor dem Austrocknen. Die Samen des Pflücksalats keimen oft innerhalb einer Woche, spätestens jedoch nach 14 Tagen. Stehen die Jungpflanzen nach dem Auflaufen der Samen zu dicht, sollten sie pikiert werden. Der optimale Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen und mehreren Reihen beträgt jeweils circa 30 Zentimeter.

Bei einer Nachsaat im Sommer ist zu beachten, dass die Bodentemperatur nicht mehr als 20 °C betragen darf. Bei einer noch höheren Temperatur keimen die Samen nicht oder nur schlecht. Dann hilft ein Beschattungsvlies oder ein Herunterkühlen der Erde durch reichlich kaltes Wasser.

Pflegen

Wird der Pflücksalat in nährstoffreiche Erde gepflanzt, ist keine weitere Düngung erforderlich. Wasser benötigt er allerdings reichlich, deshalb ist vor allem auf dem Balkon eine regelmäßige Bewässerung wichtig. Ansonsten benötigt der Pflücksalat keine Pflege.

Bild: Petra Hegewald / pixelio.de

Ernten

Die erste Ernte kann etwa sechs Wochen nach der Aussaat erfolgen. Um über einen längeren Zeitraum frischen Salat essen zu können, muss das Herz des Pflücksalats stehen bleiben. Es werden daher immer nur die äußeren Blätter abgepflückt. Durch die Art der Ernte unterscheidet sich der Pflücksalat vom Schnittsalat, der mit dem Messer komplett abgeschnitten wird. Auch der Schnittsalat wächst jedoch nach, wenn das Herz stehen bleibt.

 

Verwendung

Pflücksalat eignet sich ebenso gut für einen grünen wie für einen gemischten Salat mit beispielsweise Gurken und Tomaten. Der beste Zeitpunkt zum Ernten ist vor allem an heißen Sommertagen der Vormittag, denn dann sind die Blätter noch kühl und knackig.

Samenhaus Müller

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