Säulenkaktus

Zu den Säulenkakteen zählt man hauptsächlich die vielen Cereus-Arten, die in ihrer südamerikanischen Heimat zum Teil mehr als zehn Meter hoch werden. Als Zimmerpflanzen bleiben sie natürlich sehr viel kleiner, können aber durchaus im Laufe der Jahre die Zimmerdecke erreichen.

Bild: Peter Smola / pixelio.de

Säulenkakteen bilden in freier Natur eine Blüte, die sich bei den Sorten, die von Fledermäusen oder Flughunden bestäubt werden, nachts öffnet. In Zimmerkultur ist eine Blütenbildung jedoch eher selten und kommt nur bei schon älteren Pflanzen vor.

Standort und Pflege

Die Heimat der Säulenkakteen liegt meist in heißen und trockenen Gegenden, deshalb sollte ein Säulenkaktus als Zimmerpflanze ebenfalls einen möglichst sonnigen Platz, am besten an einem Südfenster bekommen. Den Sommer kann diese Pflanze im Freien verbringen, sollte dort aber an einer überdachten Stelle stehen, damit sie vor Regen geschützt ist. Damit sie gleichmäßig wächst, kann sie ab und zu gedreht werden. Kakteen benötigen generell nur wenig Wasser und haben die Fähigkeit, in ihren Stämmen Wasser zu speichern. Sie werden daher nur sehr sparsam und erst dann wieder gegossen, wenn die oberste Schicht Erde im Topf trocken geworden ist. Zum Umtopfen in ein größeres Pflanzgefäß eignet sich die Kakteenerde am besten, weil sie sehr durchlässig ist, sodass sich darin kein Wasser stauen kann. Als Dünger ist ebenfalls der spezielle Kakteendünger am besten geeignet.

Bild: Maja Dumat / pixelio.de

Winterruhe

Im Winter sollte ein Säulenkaktus etwas kühler stehen, damit er seine natürliche Ruhephase einhalten kann. In dieser Zeit reicht eine Temperatur von 8 bis 10°C vollkommen aus, Frost verträgt diese Pflanze jedoch nicht. Desto kühler der Kaktus steht, desto weniger Wasser braucht er, daher wird er in einem recht kalten Raum gar nicht mehr gegossen und auch auf Dünger sollte in den Wintermonaten verzichtet werden. Steht kein kühler Platz für die Überwinterung zur Verfügung, kann ein Säulenkaktus auch ganzjährig in einem Raum mit Zimmertemperatur kultiviert werden. In diesem Fall muss er jedoch auch in den Wintermonaten ab und zu bewässert werden.

Vermehren

Ein Säulenkaktus lässt sich im Frühling oder im Sommer relativ einfach durch Stecklinge vermehren. Hierzu wird ein Trieb einer Pflanze mit einem scharfen Messer abgeschnitten. Bevor dieser Steckling gepflanzt wird, muss die Schnittstelle jedoch einige Wochen abtrocknen, damit der Steckling nicht zu faulen beginnt. Während dieser Zeit ist es wichtig, dass der Steckling aufrecht steht, daher wird er am besten in ein Glas oder ein anderes Gefäß gesetzt, dessen Durchmesser in etwa dem des Stecklings entspricht, sodass er am oberen Rand stecken bleibt. Nachdem die Schnittstelle dann abgetrocknet ist, wird ein Topf mit Kakteenerde gefüllt und der Steckling einfach obenauf gesetzt. Die Erde im Anzuchtgefäß wird danach nur ganz leicht feucht gehalten, sodass die neue Pflanze Wurzeln bilden kann.


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