Säulenobst

Säulenobstbäume tragen zwar längst nicht so viele Früchte wie gewöhnliche Obstbäume, haben aber den Vorteil, dass sie sehr schlank sind und daher gut in kleine Gärten oder auch in einen Kübel passen. Außerdem ist die Ernte sehr viel einfacher als bei den großen Obstbäumen. Säulenobst gibt es von fast allen Obstsorten wie Apfel, Birne, Kirsche, Zwetschge und Aprikose.

Bild: Petra Hegewald / pixelio.de

Säulenobst stammt von den herkömmlichen Obstbäumen ab, wurde aber so gezüchtet, dass es aufrecht in die Höhe wächst. Es braucht daher nur wenig Platz und kann recht nah beieinander gepflanzt werden, sodass eine ganze Reihe verschiedener Obstsorten angepflanzt werden kann. Einige der Säulenobstbäume sind Selbstbefruchter, andere benötigen dagegen unbedingt einen zweiten Baum zur Befruchtung. In der Regel bilden sich jedoch in beiden Fällen mehr Früchte, wenn ein zweiter Baum in der Nähe steht.

Pflanzen

Säulenobst wird am besten in den Wintermonaten gepflanzt, soweit der Boden frostfrei ist. Diese Bäume werden in etwa genauso tief in die Erde gesetzt wie sie vorher im Container gestanden haben. Bei mehreren Säulenobstbäumen reicht es aus, zwischen ihnen einen Abstand von einem halben bis einem Meter zu lassen. Eine Stütze benötigen diese Bäume nicht, sie können aber durchaus an eine Hauswand gepflanzt werden. Der Standort sollte für diese Pflanzen sonnig bis halbschattig sein, damit die Früchte gut ausreifen können. An den Boden stellt das Säulenobst dagegen keine besonderen Ansprüche, solange er einigermaßen nährstoffreich und locker ist.

Bild: Günter Havlena / pixelio.de

Pflege

Wenn das Säulenobst in einem Kübel wächst, muss es natürlich regelmäßig – vor allem in der Zeit, in der sich Blüten und Früchte bilden – bewässert und gedüngt werden. Gut angewachsene Bäume im Garten können sich dagegen über ihre Wurzeln meist selbst mit Wasser versorgen, nur etwas Dünger sollten auch diese Pflanzen bekommen, damit sich viele Früchte bilden. Hierfür eignet sich ein herkömmlicher Obstbaumdünger. Für den Winter benötigen nur die Säulenobstbäume in einem Kübel einen Schutz gegen die Kälte und sollten dann an eine geschützte Stelle gesetzt werden. Zusätzlich sollte der Kübel mit Jute oder Noppenfolie umwickelt werden, um den Wurzelbereich zu schützen. Ausgepflanzte Exemplare sind dagegen wie andere Obstbäume gut winterhart.

Schneiden

Säulenobst wird zwar ohnehin meist nicht mehr als zwei bis drei Meter hoch, kann aber noch kleiner gehalten werden, wenn dies nötig sein sollte. Außerdem ist bei den meisten Obstsorten ein Rückschnitt der seitlichen Triebe nötig, damit der Baum seinen schlanken Wuchs behält. In dieser Hinsicht bilden nur die Säulenäpfel eine Ausnahme, denn sie wachsen von allein säulenförmig, bei allen anderen werden die seitlichen Triebe, die aus dem Baum herausragen, eingekürzt.


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