Sanddorn

Sanddornbeeren enthalten viel mehr Vitamin C als Orangen oder Zitronen. Tee oder Saft aus diesen Beeren wird daher vor allem im Winter gern zur Unterstützung des Immunsystems getrunken. Darüber hinaus lassen sich Sanddornbeeren aber auch gut zu Gelee verarbeiten.

Bild: Heidi Apel / pixelio.de

Der Sanddorn ist zweihäusig, das heißt es gibt weibliche und männliche Pflanzen. Nur eine weibliche Pflanze bildet Beeren, sie benötigt aber eine männliche Pflanze zur Befruchtung. Ob ein Sanddorn männlich oder weiblich ist, ist an seinen Blüten zu erkennen. Männliche Pflanzen bilden große Blütentrauben, weibliche dagegen nur einzelne Blüten. Sollen gleich mehrere dieser Sträucher in den Garten gepflanzt werden, ist ein männlicher Sanddornstrauch für mehrere weibliche Exemplare vollkommen ausreichend. Wichtig ist es allerdings, dass der männliche Strauch in der Richtung platziert wird, aus der meistens der Wind weht, denn die Bestäubung erfolgt beim Sanddorn nicht durch Insekten, sondern durch den Wind.

Standort

Der Sanddorn wächst sogar auf sandigen Böden und kommt daher auf jedem Gartenboden zurecht. Er verträgt Trockenheit und Wind, sollte aber einen sonnigen Standort bekommen, damit sich viele Blüten und Beeren bilden. Er wächst nur langsam, wird im Laufe der Jahre aber mehrere Meter groß und entsprechend breit. In der Fläche breitet er sich durch unterirdische Wurzelausläufer aus. Wenn dies nicht erwünscht ist, sollte beim Pflanzen gleich eine Wurzelsperre rund um den Ballen gesetzt werden. Alternativ ist es aber auch möglich, die Wurzelausläufer mit dem Spaten abzustechen, wenn sie überhand nehmen.

Bild: C. Nöhren / pixelio.de

Pflege

Ein Sanddornstrauch muss nur in der ersten Zeit, nachdem er gepflanzt wurde, zusätzlich bewässert werden. Danach ist er extrem pflegeleicht und sollte nicht gedüngt werden. Auch ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, der Sanddorn neigt allerdings dazu, unten und im Inneren der Krone zu verkahlen. Dann kann es helfen, sämtliche Triebe einzukürzen, damit sich wieder neue Verzweigungen bilden, und den Strauch insgesamt etwas auszulichten.

Ernten

Der Sanddorn blüht im Frühling mit kleinen gelben Blüten. Aus ihnen entstehen die orangefarbenen Beeren, die ab August geerntet werden können. Sie sind frisch vom Strauch recht sauer und werden daher meist zu Gelee oder Saft verarbeitet. Die Ernte ist wegen der harten Dornen allerdings nicht ganz einfach und kann recht schmerzhaft werden. Außerdem platzen die Beeren leicht beim Pflücken. Manche Gärtner schneiden daher einfach die Zweige mit den Beeren ab und legen sie für eine Weile in die Gefriertruhe. Sobald die Beeren gefroren sind, lassen sie sich recht einfach von den Zweigen streifen. Das Abschneiden der gesamten Zweige hat keinen Einfluss auf die Fruchtbildung im nächsten Jahr, denn beim Sanddorn bilden sich die Beeren immer an den Trieben des letzten Jahres. Diese Zweige würden daher ohnehin keine Beeren mehr tragen.


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