Tabak

Tabak darf für den eigenen Bedarf durchaus in einem privaten Garten angebaut werden. Genaue Regelungen, welche Anzahl Pflanzen die Behörden als Eigenbedarf akzeptieren, gibt es jedoch nicht, daher sollten die Beete nicht all zu groß angelegt werden.

Bild: Annamartha / pixelio.de

Aussäen

Tabak kann aus Saatgut ab Februar auf der Fensterbank vorgezogen werden. Hierzu werden die Samen in Töpfe mit Anzuchterde gelegt, nur leicht angedrückt, aber nicht mit Erde bedeckt, denn sie benötigen Licht, um zu keimen. Die Töpfe werden danach am besten auf eine helle Fensterbank gestellt, direkte Sonne ist jedoch eher zu vermeiden. Die Samen keimen bei einer Temperatur von rund 20°C, in kühleren Räumen sollten sie daher mit einer Folie abgedeckt oder in ein kleines Gewächshaus für die Fensterbank gestellt werden. In der folgenden Zeit wird die Erde immer leicht feucht gehalten, nach ein oder zwei Wochen haben sich dann die ersten Pflanzen gebildet. Nachdem sich an den Jungpflanzen mehrere Blätter gebildet haben, können sie, soweit nötig, in einzelne Töpfe pikiert werden.

Anbauen

Die jungen Tabakpflanzen dürfen erst ab Mitte oder Ende Mai in den Garten, denn sie vertragen keinen Frost. Dort werden sie in einem Abstand von etwa 40 Zentimetern gesetzt, damit jede Pflanze später genügend Licht bekommt. Mehrere Reihen benötigen untereinander einen Abstand von etwa 50 bis 60 Zentimetern. Der Standort sollte möglichst sonnig und etwas windgeschützt sein, der Boden ausreichend locker. Tabakpflanzen erreichen im Laufe des Sommers eine Höhe von etwa zwei Metern.

Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

Pflege

Tabakpflanzen benötigen viel Wasser und müssen daher ausreichend gegossen werden. Regelmäßiges Hacken zwischen den Pflanzen sorgt dafür, dass die Wurzeln gut belüftet werden. In Gärten, die mit Schnecken zu kämpfen haben, sollten die jungen Pflanzen außerdem mit einem Schneckenschutz versehen werden, denn Schnecken fressen diese Pflanzen sehr gern. Im Sommer bildet sich ein langer Blütenstiel. Er muss entfernt werden, damit die Blätter möglichst groß werden.

Ernte

Tabakblätter werden geerntet, wenn sie gelb geworden sind. Weil an einer Pflanze jedoch nicht alle Blätter gleichzeitig gelb werden, erstreckt sich die Ernte über einen Zeitraum von mehreren Wochen. Hierbei werden die Blätter immer von unten nach oben abgeschnitten. Je nach Wetterlage und Standort wird auf diese Weise in der Zeit von Juli bis September gepflückt. Zum Trocknen werden die Tabakblätter in einem dunklen und gut belüfteten Raum oder unter einem Abdach aufgehangen. Anschließend müssen sie noch fermentiert werden, um sie als Rauchtabak zu verwenden.



Samenhaus Müller

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