Weißdorn

Weißdorne gibt es in vielerlei Sorten. In Gärten wird jedoch vor allem der eingriffelige Weißdorn (Crataegus monogyna) gepflanzt, der auch unter den Namen Hagedorn, Mehlbeere oder Mehlbaum bekannt ist. Die beiden letzten Bezeichnungen bekam er, weil seine Früchte mehlig schmecken. Als heimische Pflanze sieht der Weißdorn nicht nur gut aus, sondern ist gleichzeitig für viele Wildtiere wertvoll. Seine Blüten werden von Hummeln, Bienen und anderen Insekten besucht und seine Beeren sind im Herbst und im Winter eine wichtige Nahrung für Vögel. Sie bauen in Weißdornsträuchern auch gern ihre Nester, denn die Dornen schützen sie vor anderen Tieren, sodass sie ungestört brüten können.

Bild: uschi dreiucker / pixelio.de

Der eingriffelige Weißdorn wird bis zu fünf Meter hoch und bis zu zwei Meter breit. Bis er diese Größe erreicht hat, dauert es jedoch einige Jahre, denn sein Zuwachs beträgt nur etwa 20 bis 40 Zentimeter pro Jahr. Er blüht von Mai bis Juni mit vielen weißen Blüten, die einen starken Duft verströmen. Aus ihnen entstehen eiförmige rote Früchte, die in der Zeit von August bis September reif werden und nicht nur für Tiere interessant sind. Sie werden auch in der Naturheilkunde genutzt und können darüber hinaus zu Saft, Gelee oder Kompott verarbeitet werden. Der eingriffelige Weißdorn hat dunkelgrüne Blätter, die sich im Herbst gelb färben, bevor sie abgeworfen werden. Seine Äste sind mit Dornen besetzt. Durch sie hält er, wenn er als Heckenpflanze genutzt wird, unerwünschte Tiere fern und verhindert, dass eigene Tiere das Grundstück verlassen. Aus diesem Grund wurde der Weißdorn in früheren Zeiten häufig als Einfassung für Weideflächen genutzt.

Bild: günther gumhold / pixelio.de

Standort und Pflanzen

Der eingriffelige Weißdorn kann als einzelner Strauch oder in einer Reihe in den Garten gepflanzt werden. In letzterem Fall sollte der Abstand zwischen den Pflanzen 30 bis 35 Zentimeter betragen, damit eine dichte Hecke entsteht. Der Weißdorn braucht einen nährstoffreichen Boden, der ruhig kalkhaltig sein darf, stellt aber ansonsten keine besonderen Ansprüche an den Boden. Außerdem wächst er sowohl an sonnigen wie an schattigen Standorten und kommt selbst an einem windigen Platz gut zurecht.

Pflegen und Schneiden

Der Weißdorn ist äußerst pflegeleicht, denn er übersteht sogar längere Hitze- und Trockenperioden sehr gut. Damit er gut gedeiht, sollte er jedoch bei Bedarf bewässert und im Frühling gedüngt werden. Einen Schutz für den Winter benötigt der Weißdorn nicht, denn als heimische Pflanze ist er gut winterhart.

Durch einen regelmäßigen Rückschnitt kann eine Weißdornhecke auf der gewünschten Höhe gehalten werden. Als Solitärpflanze lässt sich der Weißdorn aber auch zu einem kleinen Baum schneiden. In diesem Fall werden die unteren Äste entfernt, sodass sich mit der Zeit ein Stamm bildet. Die beste Zeit für den Rückschnitt ist der Juni. Danach bildet der Strauch schon die Blütenknospen für das nächste Jahr. Ein Rückschnitt im Herbst hätte daher zur Folge, dass sich im nächsten Jahr weniger Blüten bilden.


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