Kamille

Von den verschiedenen Kamillearten wird vor allem die Echte Kamille (Matricaria recutita oder Matricaria chamomilla) als Heilpflanze in den Kräutergärten angebaut. Sie ist zwar einjährig, sät sich aber selbst wieder aus und kann so mit der Zeit eine größere Fläche bedecken.

Bild: Katharina Wieland Müller / pixelio.de

Säen

Kamillesamen sind extrem klein und lassen sich etwas leichter streuen, wenn sie mit Sand vermischt werden. Sie werden ab April am besten direkt ins Freiland gesät, denn sie vertragen das spätere Pikieren und Auspflanzen nur schlecht. Die Kamille wächst auf jedem normalen Gartenboden und benötigt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Sie kann aber auch in einem Topf auf Balkon oder Terrasse kultiviert werden. Kamillesamen werden nur leicht angedrückt, jedoch nicht mit Erde bedeckt, denn sie benötigen Licht für die Keimung. Aus diesem Grund sollten sie an einem Platz ausgesät werden, wo sie vor starkem Wind geschützt sind. Nach der Aussaat werden die Samen leicht feucht gehalten. Für die Keimung benötigen sie eine Temperatur zwischen 15 und 20°C.

Pflegen

Die Kamille ist eine pflegeleichte Pflanze, denn sie braucht nur mäßig viel Wasser und keinen Dünger. Im Laufe des Sommers erreicht sie eine Höhe von bis zu 80 Zentimetern. Die Kamille ist eine einjährige Pflanze, die nach der Blüte abstirbt. Sie muss daher in jedem Frühling wieder neu ausgesät werden. Bleiben einige Blüten stehen, sät sie sich mit etwas Glück aber selbst wieder aus.

Ernten

Die Blütezeit der Kamille beginnt im Juni. Ihre Blüten können frisch oder getrocknet für einen Kamillentee verwendet werden. Pro Tasse reicht ein Teelöffel Kamilleblüten aus. In der Naturheilkunde wird der Kamillentee zur Behandlung vielerlei Leiden eingesetzt. Hierzu gehören vor allem Erkrankungen des Magen- und Darmtrakts sowie Beschwerden während der Menstruation. Um einen Vorrat für den Winter anzulegen, werden die Blütenköpfe bei trockenem Wetter gepflückt und danach in einem gut belüfteten Raum zum Trocknen ausgebreitet. Ein guter Zeitpunkt für die Ernte ist gekommen, wenn sich zwei der Drittel der Blütenköpfe geöffnet haben.