Ranunkel

Ranunkeln werden in vielen schönen Blütenfarben angeboten. Sie erreichen eine Höhe von meist 30 bis 40 Zentimeter und eignen sich sehr gut für den Balkonkasten oder ein Beet. Daneben gibt es die Ranunkelsträucher (Kerria japonica), die mit den Ranunkeln jedoch nicht verwandt sind. Sie werden bis zu zwei Meter hoch, haben andere Blüten und sind im Unterschied zu den kleinen Ranunkeln winterhart. In diesem Artikel geht es daher ausschließlich um die Blumen.

Bild: Lupo / pixelio.de

Ranunkeln (Ranunculus asiaticus) heißen auch Hahnenfuß. Ihre Blütezeit beginnt im Frühling und dauert bis in den Frühsommer. Dann bilden sich meist kugelrunde und gefüllte Blüten, die sehr dekorativ sind. Sie sind wegen ihrer langen Blütenstiele auch als Schnittblumen beliebt und werden in der Floristik gern für Sträuße und Gestecke verwendet. Ranunkelblüten halten sich in der Vase am längsten, wenn sie geschnitten werden, bevor sich die Blüte vollständig geöffnet hat.

Standort und Pflege

Ranunkeln werden als Pflanzen und als Knollen verkauft. Die Knollen sollten vor dem Pflanzen für einige Stunden in Wasser gelegt werden. Auf diese Weise können sie sich mit Wasser vollsaugen und treiben leichter aus. Die Tiefe des Pflanzlochs ist abhängig von der Größe der Knolle und sollte das Zwei- bis Dreifache betragen. In dieses Loch wird die Knolle so gelegt, dass die kleinen Krallen nach unten zeigen, und mit Erde bedeckt. Gießen ist direkt nach dem Pflanzen nicht nötig, sondern erst, wenn sich überirdisch ein Wachstum zeigt. Werden gleich mehrere Knollen gesetzt, ist der Pflanzabstand abhängig von der gewählten Sorte und sollte mindestens die Hälfte ihrer endgültigen Breite betragen.

Bild: Irene Lehmann / pixelio.de

Die Ranunkel gedeiht am besten an einem sonnigen bis halbschattigen Standort, verträgt aber die Mittagssonne nicht so gut. Der Boden sollte nährstoffreich und locker sein, damit sich im Wurzelbereich kein Wasser staut. Ranunkeln brauchen mäßig viel Wasser und sollten hin und wieder gedüngt werden. Hierfür eignet sich ein herkömmlicher Dünger für Balkonpflanzen. Außerdem ist es zu empfehlen, die verwelkten Blüten zu entfernen, denn dadurch bilden sich immer wieder neue Blüten.

Überwinterung

Wer seine Ranunkeln überwintern möchte, sollte die Knollen vor den ersten Nachtfrösten aus dem Boden nehmen und das Laub entfernen. Sie werden wie die Knollen von Dahlien in einem kühlen und gut belüfteten Raum bis zum nächsten Jahr eingelagert. Dort sollte die Temperatur bei etwa 10°C liegen. Schon ab März können die Ranunkelknollen wieder in den Garten ausgepflanzt werden, soweit der Boden frostfrei ist.