Rote Beete

Die Rote Beete oder Rote Rübe lässt sich mit wenig Aufwand im Garten anbauen. Von ihr gibt es inzwischen zahlreiche Sorten, die runde oder längliche Knollen in sehr unterschiedlichen Größen bilden. Außerdem finden sich im Handel auch Züchtungen, deren Früchte nicht rot, sondern weiß oder gelb sind.

Bild: Christa Nöhren / pixelio.de

Die Rote Beete (Beta vulgaris) ist eigentlich eine zweijährige Pflanze. Sie bildet im ersten Jahr Blätter und eine Knolle und im zweiten Jahr eine Blüte, aus der die Samen entstehen. Im Garten wird sie jedoch in der Regel nur einjährig angebaut und in jedem Frühjahr neu ausgesät.

Standort

Rote Beete können ab April bis Ende Juni direkt in den Garten ausgesät werden. Als Standort eignet sich ein sonniger bis halbschattiger Bereich im Garten, wo der Boden locker und nährstoffreich ist. Vor allem bei den Sorten, die lange Rüben bilden, ist es wichtig, den Boden bis in tiefere Erdschichten zu lockern und alle Fremdkörper zu entfernen. So können die Rüben ungehindert in die Tiefe wachsen und bleiben gerade.

Säen

Die Samen der Roten Beete werden in zwei bis drei Zentimeter tiefe Rillen gelegt und mit Erde bedeckt. Nach der Aussaat wird das Beet angegossen und in der folgenden Zeit immer leicht feucht gehalten. Bei einer Temperatur ab etwa 15°C keimen die Samen innerhalb von zwei bis drei Wochen. Danach muss das Beet eventuell etwas ausgedünnt werden, damit jede Knolle ausreichend Platz für ihr Wachstum hat. Der Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen ist abhängig von der gewählten Sorte, denn die vielen Züchtungen unterscheiden sich in der Größe und der Form ihrer Knollen stark voneinander. Der Pflanzabstand zwischen mehreren Reihen sollte jedoch immer rund 30 Zentimeter betragen.

Pflegen

Abgesehen von einer ausreichenden Bewässerung sind Rote Beete sehr pflegeleicht. Das Unkraut in den Beeten sollte jedoch regelmäßig gejätet werden. Um sich diese Arbeit zu ersparen, kann das Beet aber auch mit einer Mulchschicht abgedeckt werden. Auf diese Weise lässt sich gleichzeitig verhindern, dass die Erde an sonnigen Tagen austrocknet. Etwas zusätzlicher Dünger während der Wachstumsperiode sorgt für eine gute Ernte.

Ernten

Bei einer frühzeitigen Aussaat beginnt die Ernte der Roten Beete im Juli oder August, bei einer späten Aussaat kann noch bis in den November oder Dezember geerntet werden. Um immer wieder frisch zu ernten, kann die Aussaat daher auch in mehreren Etappen erfolgen. Rote Beete können roh für einen Salat oder gekocht als Gemüse verwendet werden. Auch die Blätter sind essbar und enthalten wie die Knollen viele Vitamine und Mineralien. Ganze Knollen lassen sich recht gut als Vorrat für den Winter einlagern. Als Lagerort eignet sich beispielsweise eine Erd- oder Kellermiete oder ein kalter Keller. Außerdem lassen sich Rote Beete auch sehr gut einkochen oder entsaften.