Vogelbeere

Die Vogelbeere oder Eberesche findet sich häufig in freier Natur, eignet sich wegen ihrer schönen Beeren aber auch sehr gut als Ziergehölz für den Garten. Sie ist anspruchslos, wächst auf fast jedem Boden und sehr pflegeleicht. Zudem lockt die Eberesche durch ihre Blüten und Beeren viele Vögel und Insekten an.

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Die Vogelbeere (Sorbus aucuparia) wächst in Baum- oder Strauchform und wird bis zu 15 Meter hoch. Für kleine Gärten wird sie in den Gärtnereien jedoch auch auf einem Hochstamm angeboten. Bei diesen Exemplaren wächst der Stamm noch ein wenig in die Breite, nicht jedoch in die Höhe, sodass im Prinzip nur die Krone größer wird. Die Eberesche bildet von Mai bis Juni viele weiße Blüten. Sie stehen in großen Trauben und sind dadurch sehr dekorativ, haben allerdings einen etwas unangenehmen Geruch. Aus ihnen bilden sich die Beeren, die ab August reif werden und dann eine leuchtend rote Farbe annehmen. Sie bleiben oft lang am Strauch oder Baum hängen, werden aber auch gern von Vögeln gefressen und sind im Winter eine wichtige Nahrungsquelle für die Tiere. Außerdem sind Vogelbeeren auch für Menschen essbar. Neben den Blüten und Beeren ist die Eberesche durch ihre gefiederten Blätter attraktiv. Sie nehmen im Herbst eine orangerote Farbe an, bevor sie abgeworfen werden.

Pflanzen und Pflegen

Die Vogelbeere wächst am besten an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. An die Beschaffenheit des Bodens stellt sie kaum Ansprüche und kann deshalb in jeden beliebigen Gartenboden gepflanzt werden. Nur sehr dichte und nasse Böden behagen ihr nicht. Abgesehen von etwas Wasser in langen Trockenperioden und ein wenig Dünger im Frühjahr braucht die Vogelbeere keine Pflege. Sollte der Baum zu groß oder zu dicht werden, kann er eingekürzt oder ausgelichtet werden. Grundsätzlich ist ein Rückschnitt jedoch nicht nötig. Als heimische Pflanze ist die Eberesche außerdem gut frosthart und braucht daher keinen Winterschutz.

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Vogelbeeren ernten

Vogelbeeren sind nicht giftig, haben roh aber einen bitteren Geschmack und können bei empfindlichen Personen Magenprobleme verursachen. Sie werden vor der Weiterverarbeitung daher am besten kurz gekocht. Auch nach dem Kochen enthalten sie noch recht viel Vitamin C. Alternativ kann mit der Ernte bis nach dem ersten Frost gewartet werden, denn durch die Kälte werden die Bitterstoffe abgebaut. Neben der ursprünglichen Pflanze gibt es inzwischen aber auch Züchtungen wie die Süße Eberesche, die schmackhaftere Beeren bilden. Vogelbeeren können zur Herstellung von Marmelade, Mus, Saft oder Likör genutzt werden.