Bambus

Der Bambus kann als einzelner Strauch in den Garten gesetzt werden, ist aber inzwischen auch als Heckenpflanze sehr beliebt, denn er wächst sehr schnell und bildet dadurch bald einen guten Sichtschutz.

Bild: Catrin Wodrich / pixelio.de

Standort und Pflanzen

Bambus gibt es in vielen verschiedenen Sorten. Die meisten wachsen am besten an einem sonnigen bis halbschattigen Standort, einige Sorten eignen sich aber durchaus auch für schattige Stellen. Gepflanzt werden kann der Bambus vom Frühling bis in den Herbst, je früher die Pflanzen gesetzt werden, desto mehr Zeit haben sie jedoch, bis zum Winter möglichst viele Wurzeln zu bilden, wodurch sie etwas unempfindlicher gegen die Kälte sind. Beim Pflanzen ist daran zu denken, dass Bambus sich durch Rhizome, also unterirdische Wurzelausläufer, ausbreitet und dadurch durchaus zu einer Plage werden kann. Soll dies von vornherein verhindert werden, sollte schon beim Pflanzen eine Rhizomsperre gesetzt werden, die von den Wurzeln nicht durchdrungen werden kann. Der Boden muss vor dem Pflanzen gut aufgelockert werden, denn Staunässe verträgt der Bambus wie die meisten Pflanzen nicht. Hierzu wird das Pflanzloch doppelt so groß und doppelt so breit wie der Topfballen ausgehoben, sodass die neue Pflanze leicht Wurzeln bilden kann. Etwas Kompost, der in das Pflanzloch gegeben wird, versorgt den Bambus in der Anwachszeit mit ausreichend Nährstoffen.

Pflege

Bambus benötigt nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter ausreichend Wasser, denn besonders bei sonnigen Wetter verdunstet er viel Feuchtigkeit über seine Blätter. Damit es im Winter zu keinen Trockenschäden kommt, sollte er daher in längeren Trockenperioden gegossen werden, jedoch immer nur bei frostfreiem Wetter. Als Schutz gegen einen zu großen Feuchtigkeitsverlust rollt der Bambus bei sonnigem Wetter oft seine Blätter ein, zu anderen Zeiten kann dies jedoch ein Zeichen für Wassermangel sein.

Bild: Christine Schmidt / pixelio.de

Schneiden

Der Bambus kann auf zweierlei Weise eingekürzt werden, wenn es nötig sein sollte. Soll er seinen typischen Wuchs behalten, werden die längsten Halme direkt über dem Boden abgeschnitten. Als Heckenpflanze werden dagegen alle Halme auf die gleiche Höhe geschnitten, denn dadurch bilden sich an ihnen viele Verzweigungen, sodass die Hecke blickdicht wird und gleichzeitig einen guten Windschutz bietet.

Winterschutz

Die meisten Bambuspflanzen, die hierzulande in den Gärtnereien angeboten werden, sind gut winterhart. Für besonders kalte Lagen empfiehlt sich jedoch vor allem die Sorte Phyllostachys, die Fröste zwischen -20° und -30° C aushält. Im ersten Winter, nachdem die Pflanzen gesetzt wurden, sollten jedoch alle Sorten einen leichten Winterschutz aus Laub oder Mulch bekommen, denn dann sind sie noch ein wenig empfindlich. In sehr windigen Lagen kann die Pflanze zusätzlich durch ein Vlies geschützt werden, denn dort verliert sie durch den Wind viel Feuchtigkeit über ihre Blätter und trocknet im Winter leicht aus, wenn der Boden gefroren ist.


gartengruen-24.de

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