Birke

Die Birke wächst hierzulande in vielen Wäldern, eignet sich aber auch für den Garten. Sie braucht durch ihren schlanken Stamm relativ wenig Platz und wirft kaum Schatten auf andere Pflanzen. Mit bis zu 30 Meter wird sie allerdings sehr groß und wächst in jungen Jahren schnell. Eine Birke ist deshalb an einem günstigen Standort schon nach wenigen Jahren einige Meter hoch. Es gibt jedoch auch Sorten, die kleiner bleiben. Hierzu gehören vor allem die Zwergbirke und die Strauchbirke.

Bild: Astrid Götze-Happe / pixelio.de

Eine Birke fällt schon durch ihren hellen Stamm auf, der fast weiß ist und braune bis schwarze Stellen hat. Ihre Blätter sind recht klein, laufen vorn spitz zu und haben gesägte Ränder. Sie verfärben sich im Herbst goldgelb, bevor sie von den Ästen und Zweigen fallen. Birken werden bis zu 160 Jahre alt und wachsen hauptsächlich auf der nördlichen Erdhalbkugel. Sie vermehren sich durch ihre Kätzchen. Die männlichen Kätzchen bilden sich im Herbst und bleiben bis zum Frühling am Baum hängen. Erst dann entstehen die weiblichen Kätzchen. Sie werden durch Pollen, die von den männlichen zu den weiblichen Kätzchen geweht werden, befruchtet. Für die Ausbreitung von Birken sorgen außerdem die kleinen Nüsschen, die sich im Sommer bilden. Sie enthalten Samen, die ebenfalls durch den Wind verbreitet werden.

Bild: neurolle - Rolf / pixelio.de

Standort und Pflanzen

Birken sind sehr anspruchslose Bäume, die auf fast jedem Boden zurechtkommen. Sie leisten in der Natur oft Pionierarbeit, indem sie frei gewordene Flächen besiedeln. Ihre Blätter und Samen dienen vielen Tieren als Nahrung und auf ihren Stämmen wachsen Pilze, Flechten und Moose. Wer eine Birke in den Garten pflanzen möchte, sollte allerdings bedenken, dass sie ein sehr flaches Wurzelwerk bildet. Es ist daher schwierig, die Fläche rund um den Stamm zu bepflanzen. Nicht ganz unproblematisch können außerdem die Pollen der Birke sein, auf die viele Menschen allergisch reagieren. Der ideale Standort für eine Birke ist sonnig oder zumindest sehr hell. Solch ein Baum sollte nicht zu nah an einer gepflasterten Fläche stehen, denn seine Wurzeln können Steine und andere Materialien leicht anheben.

Als Gartenbaum wird neben den kleinen Strauch- und Zwergbirken die Sandbirke gern genutzt. Sie ist unter der Bezeichnung Trauerbirke auch mit hängenden Ästen erhältlich.

Bild: Bernd Kasper / pixelio.de

Pflege und Schneiden

Eine Birke macht recht viel Arbeit, denn sie wirft laufend Blätter, Kätzchen und Pollen auf den Boden. Wer seinen Garten akkurat und sauber haben möchte, hat mit solch einem Baum deshalb das ganze Jahr über zu tun. Ansonsten ist eine Birke aber sehr pflegeleicht. Sie kann sich gut selbst versorgen und braucht keine Düngung. Auch ein Rückschnitt ist nicht erforderlich. Ein zu groß oder zu breit gewordener Baum kann jedoch ruhig beschnitten werden. Dieser Rückschnitt sollte aber auf keinen Fall im Frühling erfolgen, denn zu dieser Zeit steigt der Saft im Baum mit hohem Druck nach oben. Dadurch verschließen sich die Schnittstellen nur schwerlich und der Baum blutet immer weiter. Ein idealer Zeitpunkt zum Schneiden ist der Juni oder alternativ der Herbst.

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