Fingerstrauch

Der Fingerstrauch gehört zu den besonders anspruchslosen Pflanzen, denen selbst Trockenheit wenig ausmacht. Außerdem ist er beliebt, weil er vom Frühling bis in den Herbst unablässig blüht. Seinen Namen verdankt der Fingerstrauch seinen Blättern, die wie Finger aussehen. Er findet sich im Handel auch unter der Bezeichnung Fingerkraut.

Bild: Peter Röhl / pixelio.de

Der Fingerstrauch (Dasiphora fruticosa oder Potentilla fruticosa) wird bis zu eineinhalb Meter hoch. Ihn gibt es inzwischen mit weißen, gelben, rosafarbenen und roten Blüten. Der Fingerstrauch kann einzeln oder in einer Reihe als kleine Hecke gepflanzt werden. Bei der Verwendung als Heckenpflanze ist jedoch zu bedenken, dass er sein Laub im Herbst abwirft. Die niedrigen Sorten wie beispielsweise die Potentilla fruticosa Goldteppich, die nur etwa 30 bis 40 Zentimeter hoch wird und stark in die Breite wächst, eignen sich außerdem sehr gut als Bodendecker.

Pflanzen

Der Fingerstrauch ist nicht nur in Bezug auf die Pflege, sondern auch beim Boden anspruchslos. Er wächst sogar an Standorten, wo der Boden für andere Pflanzen zu nährstoffarm oder zu trocken ist. Er braucht allerdings viel Licht und sollte deshalb einen möglichst sonnigen Platz bekommen. Gepflanzt wird der Fingerstrauch am besten im Frühling oder im Herbst. Soll er größere Flächen begrünen, sollte der Abstand zwischen den Pflanzen etwa die halbe endgültige Breite der entsprechenden Sorte betragen.

Pflegen

Ist der Fingerstrauch gut angewachsen, kann er sich sehr gut selbst mit Wasser und Nährstoffen versorgen. Trotzdem schadet es natürlich nicht, ihn während längerer Trockenzeiten zu gießen. Gedüngt werden sollte ein Fingerstrauch aber nicht, denn ein karger Boden mit wenig Nährstoffen ist für diese Pflanze am besten geeignet. Ein regelmäßiger Rückschnitt ist jedoch sinnvoll, denn der Fingerstrauch bildet seine Blüten immer an den neuen Trieben und wird durch den Rückschnitt angeregt, wieder neue Verzweigungen zu bilden. Dieser Schnitt kann direkt nach der Blüte oder zum Ende des folgenden Winters erfolgen. Die abgeschnittenen Triebe können als Stecklinge zur Vermehrung genutzt werden. Der beste Zeitpunkt für eine Vermehrung ist der Frühling. Einen Winterschutz braucht der Fingerstrauch aufgrund seiner guten Winterhärte nicht.


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