Haselnuss

Die Haselnuss oder Gemeine Hasel wächst in Strauchform und wird etwa fünf, an einem günstigen Standort bis zu sieben Meter hoch und zwei bis drei Meter breit. Hat sie diese Größe erreicht, fällt auch die Menge der Haselnüsse entsprechend groß aus und kann mit etwas Glück durchaus bei mehr als zehn Kilogramm liegen.

Bild: Frank Witscherkowsky / pixelio.de

Die Gemeine Hasel (Corylus avellana) bildet sowohl weibliche wie auch männliche Blüten. Die männlichen Kätzchen und die weiblichen, eher unscheinbaren Blüten erscheinen schon ab Februar vor dem ersten Laub. Die Haselnuss benötigt für die Befruchtung daher keinen zweiten Strauch in der Nähe. Grundsätzlich lässt sich jedoch bei vielen Pflanzen und so auch bei der Hasel der Ernteertrag durch einen weiteren Strauch steigern. Er kann ruhig in einiger Entfernung stehen, denn die Bestäubung erfolgt bei der Hasel durch den Wind. Ein Strauch beim Nachbarn hat daher den gleichen Effekt. Früchte bilden sich bei der Gemeinen Hasel allerdings erst, wenn der Strauch ein Alter von mindestens fünf Jahren erreicht hat.

Standort

Die Haselnuss wächst auf jedem normalen Gartenboden, der ausreichend locker ist, damit sich im Wurzelbereich kein Wasser stauen kann. Sie sollte einen sonnigen bis halbschattigen Platz im Garten bekommen. Die ideale Pflanzzeit sind die Wintermonate von Oktober bis April, soweit die Temperatur über dem Gefrierpunkt liegt.

Bild: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de

Pflegen

Ist die Haselnuss gut angewachsen, muss sie nur noch in längeren Trockenperioden zusätzlich gegossen werden. Gedüngt wird sie am besten zu Beginn des Frühlings mit einem Volldünger. Ein eventuell notwendiger Rückschnitt erfolgt bei der Hasel am besten im Herbst oder im zeitigen Frühjahr. Hierbei werden die alten und dicken Äste entfernt, denn die Früchte bilden sich bei der Haselnuss hauptsächlich an den jüngeren Trieben. Die Haselnuss gehört zu den sommergrünen Sträuchern. Ihre Blätter verfärben sich im Herbst gelb und werden danach abgeworfen. Ein Winterschutz ist nicht nötig, denn als heimische Pflanze übersteht die Gemeine Hasel auch starke Fröste problemlos. Vermehren lässt sie sich durch Stecklinge oder Absenker.

Ernten

Haselnüsse können je nach Wetterlage ab Mitte September geerntet werden. Sie fallen einfach vom Strauch, wenn sie die nötige Reife erreicht haben. Bis dahin hat ihre Schale eine mittel- bis dunkelbraune Farbe angenommen. Haselnüsse können über viele Wochen gelagert werden. Sie halten sich am besten in einem Stoffbeutel in einem kühlen und dunklen Raum. Ihre Schale sollte erst kurz vor dem Verzehr bzw. der Weiterverarbeitung entfernt werden.

Um Haselnüsse aus dem eigenen Garten zu ernten, wird in der Regel die Gemeine Hasel gepflanzt. Dennoch trägt auch die Baumhasel, die als Baum wächst, essbare Früchte. Eine weitere Variante der Gemeinen Hasel ist die Korkenzieherhasel, die durch ihre gedrehten Zweige sehr dekorativ ist. Bei der Baumhasel und der Korkenzieherhasel bleiben die Nüsse jedoch kleiner als bei der Gemeinen Hasel. Darüber hinaus gibt es die Lambertshasel (Corylus maxima), die im gewerblichen Anbau von Haselnüssen genutzt wird.


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