Liebesperlenstrauch – Schönfrucht

Der Liebesperlenstrauch oder die Schönfrucht ist ein Strauch, der im Sommer wenig auffällt, durch seine violetten Beeren und die Herbstfärbung seiner Blätter den Garten aber im Herbst und Winter schmückt. Er ist jedoch nur mäßig winterhart und eignet sich daher nur für weniger raue Lagen oder für die Kübelhaltung.

Bild: Erika Hartmann / pixelio.de

Beschreibung

Der Liebesperlenstrauch (Callicarpa) ist ein sommergrüner Strauch, der zwischen zwei und drei Meter hoch und etwa zwei Meter breit wird. Er hat lange schmale Blätter, deren Ränder gesägt sind. Die etwas unscheinbaren hell-lilafarbenen Blüten bilden sich in der Zeit von Juli bis August. Sie werden oft von Insekten und besonders von Bienen angeflogen. Aus ihnen bilden sich die violetten Beeren, die diesen Strauch für den Garten attraktiv machen. Generell ist kein zweiter Strauch für die Befruchtung der Blüten erforderlich, die Menge der Beeren lässt sich aber auf jeden Fall durch einen zweiten oder dritten Liebesperlenstrauch in der Nähe steigern. Die violetten Beeren sind zu Beginn noch ein wenig durch das Laub verdeckt. Nachdem sich das Laub im Herbst jedoch zunächst in sehr schönen Rot- und Orangetönen verfärbt hat und vom Strauch gefallen ist, werden die Beeren gut sichtbar und bleiben noch bis in den Winter am Strauch hängen. Etwas Vorsicht ist allerdings für Haushalte mit Kleinkindern geboten, denn die Beeren sind giftig.

Pflegen und Schneiden

Die Schönfrucht benötigt einen sonnigen Standort im Garten, wo sie im Winter vor der Kälte geschützt ist. Besonders geeignet ist daher ein Platz vor der Hauswand oder einer anderen Mauer. Dort sollte der Boden gut durchlässig sein, damit sich kein Regenwasser staut, das den Wurzeln schaden würde. Die Schönfrucht braucht nur mäßig viel Wasser und sollte am besten nur mit Regenwasser gegossen werden, denn sie reagiert etwas empfindlich auf Kalk. Ein Schnitt ist nicht erforderlich und sollte am besten nur dann erfolgen, wenn der Strauch zu groß, zu breit oder zu dicht geworden ist. Blühfaule Zweige können aber durchaus direkt am Boden abgeschnitten werden, um den Strauch zu neuem Wachstum anzuregen.

Bild: Erika Hartmann / pixelio.de

Winterschutz

Der Liebesperlenstrauch ist nur bedingt frostbeständig und sollte daher einen Winterschutz aus einer dicken Schicht Laub oder Mulch bekommen. Kübelpflanzen werden am besten an eine geschützte Stelle gesetzt und der Kübel mit einer Noppenfolie und einem Vlies umwickelt. Sie können ruhig etwas dunkel stehen, denn sie werfen ihr Laub ohnehin ab und benötigen dann kaum noch Licht, daher kommt auch eine Garage als Winterquartier in Frage.

Vermehren

Eine Schönfrucht lässt sich relativ leicht durch Stecklinge vermehren. Die beste Zeit hierfür ist der Herbst. Dann wird ein Trieb des Strauchs abgeschnitten und in mehrere Teilstücke mit einer Länge von etwa zehn Zentimetern geschnitten. Diese Teilstücke sollten unten und oben Knospen haben, damit sich leicht Wurzeln und neue Triebe bilden. Von diesen Trieben werden gleich mehrere in einen Topf mit Pflanzerde gesteckt, sodass sie später einen kompakten Strauch ergeben. Sie sollten nur knapp aus der Erde herausragen. Außerdem ist beim Setzen der Stecklinge darauf zu achten, dass sie nicht verdreht werden. Die Töpfe werden danach in ein Kalthaus oder einen anderen kalten Raum gestellt und die Erde gleichmäßig feucht gehalten. Im Frühling können sie wieder ins Freie gebracht werden, bis die Stecklinge ausreichend groß geworden sind, um sie in den Garten auszupflanzen, dauert es dann aber meist noch ein Jahr.

Aus Samen kann ein Liebesperlenstrauch das ganze Jahr über gezogen werden. Diese Samen benötigen eine Temperatur von etwa 20°C um zu keimen. Um die Keimung zu beschleunigen, können sie vor der Aussaat einen Tag lang in lauwarmes Wasser gelegt werden. Danach werden sie in Anzuchterde gesteckt und die Töpfe auf eine helle Fensterbank gestellt. Dort wird die Erde immer etwas feucht gehalten, am besten gelingt dies in einem kleinen Zimmergewächshaus oder durch ein Klarsichtfolie, mit der die Töpfe abgedeckt werden.


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