Rotbuche

Die Rotbuche bekam ihren Namen aufgrund ihres Laubs, das sich im Herbst gelborange bis braunrot verfärbt. Sie kann als einzelner Baum gepflanzt werden, eignet sich aber auch sehr gut für eine Hecke. Durch einen regelmäßigen Schnitt bilden sich viele Verzweigungen, durch die solch eine Hecke sehr dicht wird und einen entsprechend guten Sichtschutz bietet.

Bild: jean jannon / pixelio.de

Die Rotbuche (Fagus sylvatica) wird bis zu 40 Meter hoch und entwickelt eine Krone mit einem Durchmesser von bis zu 20 Metern. Sie kann als Heckenpflanze jedoch auch sehr viel kleiner gehalten werden. Von April bis Mai bildet sie Blüten, die wegen ihrer grünlichen Farbe jedoch kaum auffallen. Aus ihnen entstehen dunkelbraune Bucheckern, die in den Wintermonaten eine wichtige Nahrungsquelle für Wildtiere wie Vögel und Eichhörnchen sind. Anders als bei der Blutbuche, deren Laub schon beim Austrieb rot ist, sind die Blätter der Rotbuche zunächst grün und entwickeln im Laufe des Sommers einen Glanz. Erst im Herbst nehmen sie eine rote Farbe an und bleiben oftmals noch lange oder sogar den ganzen Winter an den Zweigen haften. Rotbuchenhecken bieten deshalb das ganze Jahr über einen gewissen Sicht- und Windschutz. Sie haben einen jährlichen Zuwachs von etwa 40 Zentimetern und werden auch gern von Vögeln und anderen Kleintieren als Unterschlupf oder Nistplatz genutzt.

Bild: C. Nöhren / pixelio.de

Standort und Pflanzen

Rotbuchen gedeihen an sonnigen, halbschattigen und schattigen Standorten. Auch in Hinsicht auf den Boden sind sie recht anspruchslos, er sollte jedoch durchlässig sein, damit keine Staunässe entsteht, und in den Sommermonaten nicht zu stark austrocknen. Auch für kalkhaltige und lehmige Böden ist dieser Baum gut geeignet. Die besten Zeiten zum Pflanzen sind der Herbst und das zeitige Frühjahr. Soll aus mehreren Rotbuchen eine Hecke entstehen, werden pro Meter drei bis vier Pflanzen benötigt.

Pflegen und Schneiden

Rotbuchen sind sehr pflegeleicht, benötgen nur ausreichend Wasser und etwas Dünger und erreichen so an günstigen Standorten ein hohes Alter. Sie lassen sich außerdem sehr gut schneiden und können im Prinzip auf jeder beliebigen Höhe gehalten werden. In der Regel werden sie jedoch für Hecken mit einer Höhe von zwei bis drei Metern genutzt. In diesem Fall erreichen sie eine Breite von einem bis eineinhalb Metern. Die besten Termine zum Schneiden einer Rotbuchenhecke sind der Februar und Ende Juni bis Juli. Dieser Schnitt darf, sofern dies nötig ist, auch etwas stärker ausfallen, denn Rotbuchen sind sehr schnittverträglich und treiben selbst aus älterem Holz wieder aus. Ein starker Rückschnitt sollte jedoch schon im Februar erfolgen. Ein Winterschutz ist für diesen heimischen Baum nicht nötig.

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