Kohlrabi

Der Kohlrabi kann schon früh im Jahr gesät und gepflanzt werden, denn er ist recht unempfindlich gegen die Kälte. Er kann in mehreren Etappen angebaut werden, um den ganzen Sommer zu ernten. Andernfalls wird das Beet wieder frei für anderes Gemüse, das mehr Wärme benötigt.

Bild: Stephan Teckert / pixelio.de

Kohlrabi gibt es in vielen verschiedenen Arten, die sich zunächst in Sorten mit weißer oder blauer Schale unterscheiden. Darüber hinaus gibt es aber vor allem bei der Größe der Knollen große Unterschiede. Die größten Knollen liefern die Sorten Gigant und Superschmelz. Sie können ein Gewicht von bis zu zehn Kilo erreichen.

Aussaat

Mit dem Säen von Kohlrabi kann schon im Februar begonnen werden. In diesem Fall werden die Töpfe mit den Samen in ein Gewächshaus, ein Frühbeet oder einfach auf eine Fensterbank gestellt. Sie benötigen zum Keimen nur eine Temperatur zwischen 12° und 15° C. Kohlrabisamen werden in etwa zweifacher Samenstärke mit Erde bedeckt und danach immer leicht feucht gehalten. Nachdem sich kleine Pflänzchen gebildet haben, können sie einzeln in etwas größere Töpfe pikiert und dort weiter vorgezogen werden, um sie später in den Garten auszupflanzen. Alternativ können Kohlrabisamen ab Anfang April direkt in ein Beet im Garten ausgesät und später vereinzelt werden, damit jede Pflanze ausreichend Platz für ihr Wachstum hat. Soll den ganzen Sommer über geerntet werden, kann bis einschließlich Juni gesät werden, sodass die letzte Ernte im September stattfindet. Noch einfacher ist der Anbau mit den kleinen Pflanzen, die im Frühling in den Gärtnereien verkauft und dann direkt im passenden Abstand gepflanzt werden.

Bild: Heidi Apel / pixelio.de

Pflege

Beim Setzen des Kohlrabis reichen als Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen und den Reihen für die meisten Sorten rund 30 Zentimeter aus. Die jungen Pflanzen werden dann bis zu den Keimblättern in den Boden gesetzt. Kohlrabi benötigt einen sonnigen Platz im Garten und einen gleichmäßig feuchten Boden, der nährstoffreich und daher mit Kompost angereichert sein sollte.  Bei ihm ist besonders auf eine ausreichende Bewässerung zu achten, denn durch große Schwankungen im Feuchtigkeitsgehalt des Bodens werden die Knollen schnell holzig oder platzen sogar. Besonders zart werden sie dagegen, wenn sie während ihres Wachstums reichlich Wasser bekommen. Darüber hinaus sorgt regelmäßiges Hacken und Jäten zwischen den Kohlrabipflanzen für ein gesundes Wachstum.

Ernten

Geerntet werden kann der Kohlrabi nach rund acht bis zehn Wochen, hierbei benötigen die Sorten mit blauvioletter Schale meist etwas länger als die weißen Sorten. Mit der Ernte sollte nicht zu lang gewartet werden, denn sonst werden die Knollen schnell holzig. Am besten schmecken sie frisch, einige Sorten lassen sich aber auch recht gut für längere Zeit im Keller lagern. Dort sollte es kalt sein und eine hohe Luftfeuchtigkeit herrschen, damit die Knollen nicht austrocknen. In eher trockenen Räumen lassen sich Kohlrabiknollen aber auch in einer Miete, also einer Kiste mit hellem und etwas feuchtem Sand über einen längeren Zeitraum frisch halten.