Quendel

Der Quendel ist auch unter dem Namen Feldthymian oder Breitblättriger Thymian bekannt. Er gehört zur gleichen Pflanzenfamilie wie der Echte Thymian und kann daher neben seiner Verwendung als Zierpflanze als Küchenkraut und als Heilkraut genutzt werden. Auch als Bodendecker ist der Quendel gut geeignet, denn er ist immergrün und breitet sich im Laufe der Jahre teppichartig auf den Beeten aus.

Bild: Axel Kriewel / pixelio.de

Der Quendel (Thymus pulegioides) bleibt mit maximal 20 bis 30 Zentimetern recht klein und kann daher auch zur Unterpflanzung größerer Sträucher oder Bäume genutzt werden, so lange er dort ausreichend Sonne bekommt. Weil er mit Trockenheit gut zurecht kommt, wird er außerdem gern in Steingärten oder auf eine Natursteinmauer gepflanzt. Der Quendel blüht ab Mai oder Juni mit kleinen rosa- bis violettfarbenen Blüten.

Pflanzen und Pflegen

Quendel wird am besten im Frühling oder im Herbst gepflanzt. Für diese Pflanze ist ein sonniger Standort und ein eher trockener Boden am besten geeignet. Ein sehr dichter Boden kann daher vor dem Pflanzen mit etwas Kies oder Sand vermischt werden, damit sich dort später kein Regenwasser stauen kann. Soll der Quendel größere Flächen bedecken, werden die einzelnen Pflanzen in einem Abstand von etwa 30 Zentimetern gesetzt.

Der Quendel gehört zu den besonders pflegeleichten Pflanzen und muss meist nicht einmal bewässert werden. Durch seine langen Wurzeln kann er sich, abgesehen von Zeiten, in denen es extrem trocken ist, selbst versorgen. Auch ein Winterschutz ist nicht nötig, denn als heimische Pflanze ist der Quendel gut winterhart.

Verwendung

Die Blätter des Quendel können das ganze Jahr über geerntet werden, um sie frisch in der Küche oder als Heilkraut für einen Teeaufguss zu verwenden. Soll ein kleiner Vorrat angelegt werden, ist jedoch die Zeit vor der Blüte zum Ernten am besten geeignet. Dann können ganze Stängel abgeschnitten und kopfüber zum Trocknen aufgehängt werden. Quendel und andere Thymianarten werden als Heilkraut vor allem zur Behandlung von Husten und Erkältungen genutzt. Als Gewürz machen sie fette Speisen leichter verdaulich und unterstützen ganz allgemein die Verdauung.