Walderdbeere

Bei der Walderdbeere sind die Früchte um einiges kleiner als bei der herkömmlichen Erdbeere, schmecken dafür aber besonders gut. Diese Erdbeersorte hat außerdem den Vorteil, dass sie auch an einen halbschattigen Standort gepflanzt werden kann, während die Kulturerdbeeren unbedingt einen sonnigen Platz benötigen. Eine besondere Züchtung der Walderdbeere ist die Monatserdbeere.

Bild: Maren Beßler / pixelio.de

Standort

Die Walderdbeere (Fragaria vesca) hat ihre Heimat in Europa und wächst in freier Natur in oder an Wäldern. Sie eignet sich daher auch für Stellen im Garten, die nicht ganz so sonnig sind. Sie braucht jedoch einen einigermaßen feuchten und recht nährstoffreichen Boden, der mit Kompost oder Beerendünger angereichert sein sollte.

Die Walderdbeere eignet sich auch als Bodendecker, weil sie sich durch ihre Ausläufer schnell in der Fläche ausbreitet. Hierbei kann sie ruhig als Unterpflanzung von Sträuchern und Bäumen verwendet werden, solange diese die Erdbeeren nicht zu sehr beschatten. Pro Quadratmeter werden 20 bis 25 Pflanzen benötigt, die in einem Abstand von 20 bis 30 Zentimetern gesetzt werden. Sollen die Pflanzen möglichst schnell große Flächen bedecken, ist es sinnvoll, die Ausläufer, die sich später bilden, vorsichtig in die Erde zu drücken und leicht mit Erde zu bedecken, sodass sie eigene Wurzeln schlagen können. Diese Ausläufer können aber auch abgeschnitten und an einer anderen Stelle im Garten wieder eingepflanzt werden.

Bild: Erich Keppler / pixelio.de

Aussaat

Wer die Walderdbeere selbst aussäen möchte, kann hiermit schon ab Februar beginnen. Die Samen keimen am besten in spezieller Anzuchterde und werden in ein- bis zweifacher Samenstärke mit Erde bedeckt. Die Töpfe werden dann an einen Platz mit einer Temperatur von 18 bis 20°C gestellt, wo es zwar hell ist, sie aber nicht direkt von der Sonne beschienen werden. Dort muss die Erde immer leicht feucht gehalten werden. Nach spätestens drei Wochen sollten sich die ersten Pflänzchen zeigen, die bei entsprechender Größe einzeln in kleine Töpfe pikiert oder direkt in den Garten ausgepflanzt werden. In der Regel kann bei einer frühzeitigen Aussaat schon im gleichen Jahr geerntet werden.

Pflege

Wie die herkömmlichen Erdbeeren benötigen auch die Walderdbeeren zur Zeit der Fruchtbildung ausreichend Wasser und müssen daher eventuell zusätzlich gegossen werden, wenn es nicht oft genug regnet. Etwas Beerendünger während der Wachstumsperiode versorgt sie mit allen nötigen Nährstoffen, sodass sich viele Früchte bilden. Alternativ hierzu kann in jedem Frühjahr etwas Kompost rund um die Pflanzen in den Boden eingearbeitet werden, der die Pflanzen für die ganze Saison versorgt. Ab Mai entstehen kleine weiße Blüten, aus denen sich später die Früchte bilden. Ihre Ernte beginnt meist im Juni und dauert bis in den Juli. Diese Beeren schmecken frisch vom Strauch am besten.