Bienenfreundliche Pflanzen für schattige Standorte

Bei den bienenfreundlichen Pflanzen für sonnige Standorte ist die Auswahl groß. Auch für Beete, die den größten Teil des Tages im Schatten liegen, gibt es jedoch Pflanzen, die durch ihren Nektar beziehungsweise ihre Pollen Schmetterlinge, Bienen und andere Insekten ernähren. Hier eine kleine Auswahl heimischer Gewächse, die alle winterhart sind.

Leberblümchen, Bild: Petra Dirscherl / pixelio.de

Bienenfreundliche Pflanzen aus dem Wald

Zu den bienenfreundlichen Pflanzen, die einen schattigen Standort bevorzugen, gehören vor allem die Gewächse, die auch in unseren Wäldern zu finden sind. Dort wächst unter anderem die Taubnessel, die sehr lange blüht und selbst im Winter noch schön aussieht. Ebenfalls aus den Wäldern stammt der Wald-Ziest (Stachys sylvatica), dessen Blüten ähnlich wie Flieder duften. Er wird zwischen 30 Zentimeter und mehr als einen Meter hoch und blüht von Juni bis September. Dann bilden sich lange Blütenstände mit mehreren dunkelroten oder violetten Blüten. Die Blätter und Wurzeln des Wald-Ziest sind essbar. Diese Pflanze ist daher eine gute Möglichkeit, Mensch und Tier gleichzeitig mit Nahrung zu versorgen. Sie kann nach dem Winter bis knapp über dem Boden zurückgeschnitten werden und treibt im Frühling wieder aus.

Taubnessel, Bild: Rolf Handke / pixelio.de

Ein weiterer Waldbewohner, der in freier Natur vor allem in höheren Lagen vorkommt, ist die Wald-Witwenblume oder Wald-Knautie (Knautia dipsacifolia). Sie wird ebenfalls 30 Zentimeter bis über einen Meter hoch und blüht wie der Wald-Ziest von Juni bis September. Die Wald-Witwenblume bildet violette Blütenköpfchen, die unter anderem von Wildbienen besucht werden.

Auch das Leberblümchen (Hepatica nobilis) bevorzugt einen schattigen Standort. Bei ihm sind es die Pollen, die Bienen, Käfer und andere Insekten anlocken. Das Leberblümchen ist außerdem ein schöner Schmuck für das zeitige Frühjahr, denn es blüht schon ab März.

Eine bienenfreundliche Kletterpflanze: die Zaunwicke

Die Zaunwicke (Vicia sepium) ist vor allem für größere Bienen und Hummeln attraktiv, denn sie macht es den Insekten nicht leicht, sich mit ihrem Nektar zu stärken. Diese Pflanze wird bis zu 60 Zentimeter hoch und blüht von Mai bis August. Aus ihren violetten Blüten bilden sich Hülsen, in denen die Samen reifen. Die Zaunwicke breitet sich außerdem durch Bodenausläufer aus. Bekommt sie eine Kletterhilfe, wächst sie schnell in die Höhe und kann auch einen Zaun begrünen. Andere Pflanzen wie zum Beispiel Sträucher nutzt sie jedoch ebenfalls als Rankhilfe.

Echtes Lungenkraut, Bild: M. Großmann / pixelio.de

Auch für schattige Balkone: das Gefleckte Lungenkraut

Das Gefleckte oder Echte Lungenkraut (Pulmonaria officinalis) wird nur 15 bis 30 Zentimeter hoch und eignet sich daher auch für die Kultur in einem Balkonkasten oder einem Kübel. Wird es in den Garten ausgepflanzt, breitet es sich leicht aus und ist daher ein schöner Bodendecker. Das Gefleckte Lungenkraut bildet ab März violette Blüten. Dadurch stellt es den Insekten schon früh im Jahr Nahrung zur Verfügung. Sein Nektar lockt neben Bienen und Hummeln auch Schmetterlinge an.

Bienenfreundliche Sträucher für den Schatten

Zu den bienenfreundlichen Sträuchern für schattige Standorte gehört der Faulbaum (Frangula alnus Mill.). Er wird bis zu vier Meter hoch und blüht von Mai bis September. Die grünlich-weißen Blüten des Faulbaums werden von den unterschiedlichsten Insekten besucht. Dieser Strauch ist aber auch für Vögel attraktiv, denn aus den befruchteten Blüten entstehen Beeren, die zunächst grün sind und im Laufe der Zeit rot und schließlich schwarz werden. Nahrung für Insekten und Vögel produziert außerdem der Ilex. Er lockt ab Mai Insekten und ab dem Spätsommer Vögel in den Garten.

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