Rizinusbaum

Der Rizinusbaum oder Wunderbaum wird meist nur einjährig kultiviert und aus Samen weiter vermehrt, denn er wächst so schnell, dass er bald die Platzverhältnisse sprengt und sich aufgrund seiner Größe nur schwer überwintern lässt. Beim Rizinusbaum sind besonders die stacheligen roten Früchte, in denen die Samen reifen, sehr dekorativ. Die gelbgrünen Blüten, die sich ab August bilden, sind dagegen eher unscheinbar.

Bild: gnubier / pixelio.de

Der Rizinusbaum wird auch Wunderbaum genannt, weil er innerhalb weniger Monate eine Höhe von bis zu fünf Metern erreichen kann. Ausgepflanzt und mehrjährig kultiviert wird er mehr als zehn Meter hoch, hierzulande ist dies jedoch nicht möglich, denn aufgrund seiner afrikanischen Herkunft ist der Rizinusbaum nicht winterhart. Er eignet sich deshalb nur als Kübelpflanze oder kann für den Sommer in den Garten gepflanzt werden. Weil sich in den meisten Haushalten kein entsprechend großer Raum zum Überwintern findet, wird er auch als Kübelpflanze meist nur einjährig kultiviert. Aus seinen Samen lässt sich jedoch leicht eine neue Pflanze für das folgende Jahr ziehen.

Aussäen

Samen, die von einer vorhandenen Pflanze abgesammelt wurden, können zu Beginn des folgenden Jahres wieder ausgesät werden. Hierzu werden sie über Nacht in handwarmes Wasser gelegt, danach in Töpfe mit Aussaat- oder Blumenerde gelegt und mit nur wenig Erde bedeckt. Zur Keimung benötigen die Samen bei einer Temperatur von rund 20°C etwa zwei bis drei Wochen. In dieser Zeit muss die Erde immer etwas feucht gehalten werden. Beim Aufbewahren und Säen dieser Samen ist allerdings äußerste Vorsicht geboten, denn sie sind hochgiftig und können schon in kleinen Mengen tödlich sein.

Bild: Stephan Likar / pixelio.de

Pflanzen und Pflegen

Aus Samen gezogene oder gekaufte Rizinusbäume dürfen erst nach draußen gestellt oder gepflanzt werden, wenn die Temperatur auch nachts dauerhaft über 5°C liegt. Sie sollten einen möglichst sonnigen Platz und einen lockeren und nährstoffreichen Boden bzw. einen großen Kübel bekommen, der ausreichend Platz für die extreme Wuchsgeschwindigkeit dieser Pflanze bietet. Der Rizinusbaum braucht viel Wasser und muss deshalb besonders in einem Kübel regelmäßig gegossen werden. Staunässe ist jedoch zu vermeiden, deshalb sollte kein überschüssiges Wasser im Übertopf oder Untersetzer stehen bleiben.

Überwintern

Ein Rizinusbaum verträgt keine Minustemperaturen und muss daher vor dem ersten Nachtfrost eingeräumt werden. Er kann in einem hellen und warmen Raum überwintern und wird dort ganz normal weiter gepflegt. Hierbei ist aber zu bedenken, dass der Rizinusbaum im Winter fast genauso schnell weiter wächst und daher bis zum nächsten Frühling leicht die Decke erreicht.



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