Scabiosa

Die Scabiosa oder Scabiose ist eine pflegeleichte Pflanze, die über einen langen Zeitraum blüht. Sie ist in zahlreichen Sorten erhältlich, die weiße, gelbe, rosa- oder pinkfarbene, rote, blaue oder lila Blüten bilden. Auch die Form der Blüten ist unterschiedlich. Viele Sorten bilden jedoch lange Stiele mit runden Blütenköpfen, die aus vielen kleinen Einzelblüten bestehen. Die Blütezeit beginnt im Mai oder Juni und dauert bis in den späten Herbst. Scabiosen sind daher ein schöner Schmuck für den ganzen Sommer. Sie eignen sich aufgrund ihrer Winterhärte bestens für den Garten, können aber auch in Kübeln und Kästen kultiviert werden.

Bei den Scabiosen unterscheidet man außerdem zwischen einjährigen Sorten wie der Scabiosa atropurpurea und mehrjährigen Sorten wie der Scabiosa caucasica oder der Scabiosa columbaria, die auch Tauben-Skabiose genannt wird. Die einjährigen säen sich oft selbst wieder aus, während die mehrjährigen den Winter überdauern. Letztere sind bei den insgesamt rund 100 Sorten in der Überzahl.

Scabiosen werden abhängig von der Sorte bis zu 60 oder 70 Zentimeter hoch. Sie sind bienenfreundlich und werden neben Bienen auch von Hummeln, Schmetterlingen und anderen Insekten besucht. Weitere Namen dieser Pflanzen sind Krätzkraut und Grindkraut.

Standort

Die Scabiosa sollte einen sonnigen bis halbschattigen und wegen ihrer langen Blütenstiele einen windgeschützten Platz bekommen. Der Boden sollte nährstoffreich, durchlässig und eher trocken sein, deshalb werden Scabiosen auch gern für Steingärten verwendet. Ebenso gut gedeihen sie in Beeten sowie auf Wiesen und anderen naturnah gestalteten Flächen. Der beste Zeitpunkt zum Pflanzen ist das Frühjahr. Eine spätere Pflanzung ist jedoch ebenfalls möglich.

Werden die Scabiosen in Kübeln oder Kästen kultiviert, ist auf einen guten Wasserabzug zu achten, denn die Pflanzen vertragen keinen nassen Boden. Für Standorte, die der Regen erreicht, sind daher Pflanzgefäße mit Wasserablauf zu empfehlen.

Aussaat

Wer Scabiosen selbst aussäen möchte, kann sie ab Februar im Haus vorziehen oder die Samen ab März direkt in den Beeten ausbringen. Sie dürfen nur leicht mit Erde bedeckt werden und müssen in der folgenden Zeit leicht feucht gehalten werden. Das Auspflanzen vorgezogener Pflanzen sollte erst nach den Eisheiligen Mitte Mai erfolgen, denn wie alle Jungpflanzen sind sie noch etwas empfindlich gegenüber Frost. Mehrere Pflanzen benötigen untereinander einen Abstand von 20 bis 30 Zentimetern. Bei einer Direktaussaat ist es daher meist erforderlich, die jungen Pflanzen zu pikieren, damit alle genügend Platz haben. Wichtig ist außerdem die Entfernung von Unkraut, bis die Jungpflanzen sich gut entwickelt haben.

Bild: Sabine-Susann Singler / pixelio.de

Pflege

Werden die verwelkten Blüten regelmäßig entfernt, fördert dies die Bildung neuer Blüten. Sollen sich einjährige Sorten selbst aussäen, müssen jedoch einige Blüten bis zur Reife der Samen stehen bleiben. Gießen ist im Garten nur in längeren Trockenperioden erforderlich. In einem Pflanzgefäß ist dagegen regelmäßig für einen kleinen Nachschub an Wasser zu sorgen.

Im Hinblick auf eine Düngung ist die Scabiosa ebenfalls anspruchslos. Ihr reicht es, wenn sie im Frühling mit einem Langzeitdünger versorgt oder der Boden vor dem Setzen der Pflanzen mit Kompost angereichert wird.

Die mehrjährigen Sorten können im späten Herbst bis knapp über dem Boden zurückgeschnitten werden. Sie überdauern die kalte Jahreszeit durch Überwinterungsknospen, die für einen leichten Winterschutz aus beispielsweise Laub dankbar sind. Generell ist ein Frostschutz aber nur in Gebieten erforderlich, in denen es im Winter sehr kalt wird.

Scabiosen eignen sich auch bestens als Schnittblumen für die Vase und in getrocknetem Zustand für Trockensträuße. Für Letztere hängt man sie kopfüber in einem gut belüfteten Raum auf.

Vermehrung

Sowohl bei den einjährigen als auch bei den mehrjährigen Scabiosen können die Samen für eine Vermehrung genutzt werden. Bei den mehrjährigen Sorten ist eine Vermehrung außerdem durch die Teilung des Wurzelstocks möglich. Diese Teilung verjüngt die Stauden gleichzeitig und erhöht dadurch ihre Blühfreudigkeit. Auch aus Stecklingen lassen sich weitere Pflanzen ziehen. Sie werden am besten im Frühsommer von den vorhandenen Scabiosen geschnitten.

Comments are closed.