Schnecken

Bei den Schneckenarten ist es vor allem die Spanische Wegschnecke, die in Gärten große Schäden anrichten und ganze Beete leerfressen kann. Sie lässt sich auf verschiedene Arten bekämpfen.

Bild: Ulrich Velten / pixelio.de

Die Spanische Wegschnecke gehört zu den Nacktschnecken, hat also kein Gehäuse. Sie vergreift sich gern am Gemüse, aber auch an Zierpflanzen. Im Gegensatz zu manch anderen Nacktschnecken ist sie nicht auf einen feuchten Boden angewiesen, denn sie gibt sehr viel Schleim ab, sodass sie sich auch auf trockenen Böden gut fortbewegen kann. Dieser bittere Schleim schützt sie gleichzeitig davor, von anderen Tieren gefressen zu werden. Anderen Nacktschneckenarten kann dagegen die Fortbewegung erschwert werden, indem immer nur morgens der Garten gewässert wird, denn die Schnecken werden erst in der Dämmerung aktiv und bis dahin ist der Boden längst wieder trocken.

Schneckenzaun und Schneckenhaube

Ein Schneckenzaun ist oben abgewinkelt und scharfkantig, sodass die Schnecken ihn nicht überwinden können. Er kann rund um das gesamte Grundstück oder um einzelne Beete mit Pflanzen, die besonders häufig den Schnecken zum Opfer fallen, aufgestellt werden. Hierbei ist darauf zu achten, dass keine Äste und Zweige über den Zaun hängen, denn die Schnecken würden diese benutzen, um auf die andere Seite des Zauns zu gelangen. Schneckenhauben eignen sich für einzelne Pflanzen, die besonders in der Anfangsphase geschützt werden müssen. Diese Hauben gibt es im Handel zu kaufen, sie können aber auch selbst aus alten Plastikgefäßen mit einer Abkantung angefertigt werden. Hierzu wird der Boden herausgeschnitten und das Gefäß umgekehrt über die Pflanze gestülpt.

Schneckenfallen

Schneckenfallen werden traditionell gern mit Bier gefüllt und in den Boden eingegraben. Der Geruch des Bieres lockt die Schnecken an und sie ertrinken in der Flüssigkeit. Bei dieser Methode ist jedoch eine zusätzliche Schutzmaßnahme wie ein Schneckenzaun rund um das Grundstück unbedingt zu empfehlen, denn Schnecken können sehr gut riechen und werden durch den Biergeruch auch aus der Ferne angelockt, sodass die Schneckenplage durch eine Bierfalle möglicherweise noch größer wird.

Schnecken mit Koffein und Lebermoos bekämpfen

Koffein wirkt für Schnecken schon in geringen Mengen tödlich. Eine Pflanze, die mit einer Mischung aus Wasser und ein wenig Kaffee eingesprüht wurde, werden die Schnecken daher nicht mehr anfressen. Ebenso hilft es, rund um die Pflanzen Kaffeesatz zu streuen. Eine weitere Möglichkeit, Pflanzen vor Schnecken zu schützen, bietet das Lebermoos, das als Extrakt im Handel verkauft wird. Eine Mischung aus Wasser und diesem Extrakt wird dann ebenfalls auf die Blätter der Pflanzen gesprüht.

Schneckeneier vernichten

Im Herbst legen die Schnecken ihre Eier unter Steinen, Brennholz oder anderen herumliegenden Holzscheiten, unter Laub und Mulch, auf dem Kompost oder auch unter Regentonnen und anderen Gefäßen ab. Aus diesen Eiern schlüpfen im nächsten Frühling die jungen Schnecken und werden dann wiederum zu einer Plage für den Gärtner. Ein gründliches Absuchen dieser Stellen im Garten sorgt also dafür, die Anzahl der Schnecken im folgenden Jahr zu verringern. Hierbei kann es hilfreich sein, absichtlich einige Holzstücke im Garten auszulegen, um den Schnecken einen Platz für ihr Gelege anzubieten und die Eier dann später zu entsorgen.

Die Indische Laufente frisst Schnecken

Wer einen Teich im Garten hat, kann als Schutz vor Schnecken eine Indische Laufente halten. Zu ihren Leibgerichten gehören die Nacktschnecken und sogar die Spanischen Wegschnecken. Um eine akute Schneckenplage zu bekämpften, können diese Enten mancherorts sogar gemietet werden. Auch in diesem Fall ist eine Wasserstelle im Garten aber unbedingt erforderlich.


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