Katzengras

Warum Katzen Gras fressen, ist nicht eindeutig geklärt, doch offensichtlich scheinen die Tiere diese zusätzliche pflanzliche Nahrung zu brauchen. Daher gibt es für Katzen, die nur in der Wohnung gehalten werden und sich beim Freigang nicht selbst mit Gras versorgen können, das Katzengras, bei dem es sich oft um das Zypergras, zum Teil aber auch um andere Gräser und Getreidesorten handelt.

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Einige Tierforscher gehen davon aus, dass Katzen Gras fressen, damit sich dieses mit den Haaren ihrer Beutetiere, die sie zuvor gefressen haben, und den eigenen Haaren, die beim Putzen des Fells in den Magen gelangt sind, vermischt. Danach würgen sie die Grasklumpen mitsamt der Haare wieder aus und verhindern auf diese Weise, dass die Haarklumpen ihren Darm verstopfen. Einige Wissenschaftler vermuten aber auch, dass die im Gras enthaltene Folsäure für die Ernährung der Katzen wichtig ist. Unabhängig davon, welchen Zweck das Fressen von Gras erfüllt, scheint es jedoch wichtig zu sein, deshalb ist es sinnvoll, einen Topf Katzengras aufzustellen. In der Wohnung hat dies gleichzeitig den Vorteil, dass andere Pflanzen von den Katzen nicht so schnell angefressen werden.

Katzengras

Unter der Bezeichnung Katzengras wird im Handel oft ganz verschiedenes Saatgut angeboten. Zum Teil handelt es sich hierbei um das Zypergras Cyperus zumula, zum Teil aber auch um Saatgut anderer Gräser oder Getreidearten. Bei den Getreidesorten eignen sich Hafer, Gerste und Weizen als Katzengras. Besonders gern wird von den Katzen jedoch das Cyperus zumula angenommen, weil das Gras dieser Halme sehr weich ist. Es ist als Topfpflanze oder als Saatgut erhältlich und sieht obendrein im Vergleich mit anderen Pflanzen in der Wohnung recht dekorativ aus.

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Aussaat

Das Cyperus zumula kann das ganze Jahr über ausgesät werden, um so fortlaufend für Nachschub zu sorgen. Hierzu werden die Samen in Töpfe oder Schalen mit Pflanzerde gelegt und leicht mit Erde bedeckt. Danach wird das Saatgut angegossen und in der folgenden Zeit immer leicht feucht gehalten. Die Aussaatgefäße sollten auf einer hellen Fensterbank in einem Raum mit Zimmertemperatur stehen, wo die Samen meist schon innerhalb weniger Tage keimen. Das Gras sollte aber zunächst an einer Stelle wachsen können, wo es die Katze nicht erreichen kann.

Weitere Pflege

Wenn das Zypergras eine Höhe von etwa zehn Zentimetern erreicht hat, wird es an einen Platz gestellt, wo sich die Katze ganz nach Belieben daran bedienen kann. Dann steht es am besten an einem hellen, aber nicht zu sonnigen Platz mit einer Temperatur von rund 20°C. Um das Gras frisch zu halten, wird die Pflanze am besten nicht nur über den Topfballen gegossen, sondern auch über die Blätter besprüht. Dies ist besonders im Winter, wenn die Luft in den Räumen durch das Heizen austrocknet, wichtig, denn sonst werden die Spitzen der Halme schnell braun. Beim Gießen kann ruhig ein wenig Wasser im Übertopf stehen bleiben, denn diese Pflanze stammt ursprünglich aus Sumpfgebieten. Das Cyperus zumula benötigt von der Aussaat bis zum Zeitpunkt, an dem es eine Höhe von zehn Zentimetern erreicht hat, etwa zwei bis drei Wochen. Je nachdem, wie gern die Katze Gras frisst, kann es daher immer rechtzeitig in neuen Töpfen ausgesät werden.