Scheinzypresse

Scheinzypressen werden oft für Hecken genutzt, denn sie wachsen sehr schnell und bieten dadurch schon bald einen guten Sichtschutz. Wegen ihres aufrechten und säulen- bis kegelförmigen Wuchses eignen sie sich aber auch sehr gut als Solitärpflanzen. Sie sind neben den grünen Varianten auch mit gelben oder bläulichen Nadeln erhältlich und immergrün. Dadurch bringen sie vor allem in den Wintermonaten ein wenig Farbe in den Garten. Ein zusätzlicher Schmuck sind die kleinen kugeligen Zapfen, die sich ab Herbst bilden und lange an den Pflanzen haften bleiben.

Bild: Karl-Heinz Liebisch / pixelio.de

Scheinzypressen (Chamaecyparis) haben einen schlanken Wuchs und werden mehrere Meter hoch. Ihre Nadeln sind im Unterschied zu vielen anderen Nadelhölzern sehr weich und duften gut. Trotzdem sind sie für Haushalte mit Kindern nur bedingt geeignet, denn alle Teile der Pflanze sind giftig. Ein weiterer Nachteil ist die Tatsache, dass sie von innen verholzen und kahl werden. Bilden sich an den Außenseiten nicht genügend neue Triebe, sieht die Pflanze bzw. die gesamte Hecke nach einigen Jahren daher nicht mehr schön aus.

Scheinzypressen pflanzen und pflegen

Scheinzypressen bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Der Boden sollte nicht zu kalkhaltig und möglichst durchlässig sein, denn Staunässe im Wurzelbereich vertragen Scheinzypressen nicht. Die ideale Zeit zum Pflanzen oder zum Anlegen einer Hecke ist der Herbst. Dann haben die Scheinzypressen noch bis zum Winter Zeit, neue Wurzeln zu bilden und können dadurch gleich im Frühjahr mit dem überirdischen Wachstum beginnen. Grundsätzlich sind aber auch andere Pflanztermine möglich.

Bild: Susanne Schmich / pixelio.de

Scheinzypressen reagieren etwas empfindlich auf Kalk und sollten deshalb möglichst nur mit Regenwasser gegossen werden, sofern eine zusätzliche Bewässerung nötig ist. Dies ist jedoch nur direkt nach dem Pflanzen und in warmen, trockenen Sommern der Fall. Sind die Pflanzen gut angewachsen, kommen sie in der Regel ganz gut allein zurecht. Im Frühling sollten sie jedoch ein wenig Dünger bekommen. Hierfür eignet sich Kompost oder ein Koniferendünger aus dem Handel. Beide werden einfach zwischen den Pflanzen verteilt und leicht in den Boden eingearbeitet. Ein Winterschutz ist nicht erforderlich.

Scheinzypressen schneiden

Scheinzypressen, die als Heckenpflanzen genutzt werden, sollten regelmäßig ein oder zwei Mal pro Jahr geschnitten werden, denn ein Rückschnitt bis in das alte Holz ist bei ihnen nicht möglich. Werden sie zu stark zurückgeschnitten, bilden sich schnell kahle Stellen, die in einer Hecke sehr unschön aussehen. Die besten Termine zum Schneiden von Scheinzypressen sind das zeitige Frühjahr und die Monate Juni und Juli. Wie bei allen anderen Pflanzen sollten Schnittmaßnahmen jedoch möglichst nur an trüben Tagen erfolgen, denn bei Sonneneinstrahlung verbrennen die Stellen, die durch den Schnitt freigelegt wurden, leicht.

Günstige Nadelgehölze für die Hecke aus der Baumschule

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