Folientunnel

Der Folientunnel ist eine gute Möglichkeit, Pflanzen oder Saatgut vor Kälte und Nässe zu schützen. Er bietet zwar etwas weniger Schutz als ein Gewächshaus, hat aber den Vorteil, dass er mobil einsetzbar ist. Darüber hinaus ist er sehr viel günstiger und lässt sich leicht verstauen, wenn er nicht gebraucht wird.

Bild: uschi dreiucker / pixelio.de

Die Einsatzmöglichkeiten

Folientunnel werden überwiegend im Frühling und im Herbst genutzt, wenn die Außentemperaturen noch recht niedrig sind beziehungsweise es in den Nächten allmählich wieder kalt wird. Mit ihnen kann der Anbau von Gemüse schon früher beginnen und die Ernte im Herbst hinausgezögert werden. Selbst im Winter bietet ein Folientunnel einigen Pflanzen einen guten Schutz. Ein typisches Beispiel hierfür ist der Feldsalat, von dem durch einen Tunnel Schnee ferngehalten wird, sodass er den ganzen Winter geerntet werden kann. In den Sommermonaten werden Folientunnel dagegen vor allem für Pflanzen wie Tomaten genutzt, die durch zu viel Nässe leicht krank werden.

Ausführungen und ihre Vor- und Nachteile

Kleine Folientunnel für den Einsatz in privaten Gärten bestehen aus gebogenen Rohren aus Metall oder Kunststoff, die mit ihren Enden einfach in die Beete gesteckt werden. An ihnen wird eine durchsichtige Folie aus Kunststoff oder ein Vlies befestigt. Diese Folie beziehungsweise das Vlies lässt ausreichend Licht durch und sorgt dafür, dass sich die Luft unter dem Tunnel bei Sonnenschein aufheizt. Hierdurch erwärmt sich gleichzeitig die Erde im Beet, sodass im Frühling die für eine Aussaat nötige Bodentemperatur schneller erreicht ist. Folien und Vliese können komplett geschlossen oder gelocht sein. Die gelochte Ausführung hat den Vorteil, dass die Pflanzen unter dem Tunnel immer ausreichend belüftet und bei Regen ein wenig bewässert werden. Unter ihr entstehen allerdings weniger hohe Temperaturen. Vor allem für das Vorziehen von Gemüse sind geschlossene Folien und Vliese deshalb meist besser geeignet. Sie müssen jedoch regelmäßig geöffnet werden, damit die Pflanzen genügend Sauerstoff bekommen.

Weitere Tipps für den Kauf

Die Folie oder das Vlies eines Folientunnels sollte sich leicht öffnen lassen, um die Pflanzen zu pflegen und zu gießen. Viele Hersteller statten ihre Folientunnel deshalb mit Reißverschlüssen aus. Außerdem besitzt die Abdeckung idealerweise einen UV-Schutz, damit sie möglichst lang hält. Für windige Lagen ist eines der Modelle zu empfehlen, die an den Kopfseiten zusätzlich fixiert werden. Bei ihnen sorgen wie bei einem Zelt Schnüre und Heringe für einen stabileren Stand. Alternativ können aber auch die Kanten der Folie mit etwas Erde oder einigen Steinen beschwert werden. Den besten Effekt hat ein Folientunnel, wenn seine lange Seite nach Süden weist, denn so können die Sonnenstrahlen die Luft unter dem Tunnel am besten erwärmen und die Pflanzen bekommen genügend Licht.