Amaryllis – Ritterstern

Die Amaryllis bildet eine sehr schöne und große Blüte, braucht allerdings eine besondere Pflege, damit sie auch im folgenden Jahr wieder blüht. Sie gehört zu den wenigen Pflanzen, deren Blütezeit mitten in den Winter fällt.

Bild: Erika Hartmann / pixelio.de

Die Amaryllis heißt auch Ritterstern oder mit botanischem Namen Hippeastrum. Von dieser Pflanze gibt es etwa 80 verschiedene Sorten mit roten, weißen, rosafarbenen oder mehrfarbigen Blüten. Nicht zu verwechseln sind die Rittersterne jedoch mit der Echten Amaryllis oder Belladonnalilie (Amaryllis belladonna), deren Heimat in Südafrika liegt. Die Rittersterne stammen dagegen aus Südamerika, wo sie in Gegenden wachsen, in denen es zeitweise sehr trocken ist. Diese Trockenzeit benötigen sie auch als Topfpflanzen, damit sie wieder neue Energie sammeln können.

Pflanzen

Die Amaryllis wird als Topfpflanze oder als Zwiebel verkauft. Eine Zwiebel wird am besten im Spätherbst gepflanzt, damit sie sechs bis acht Wochen später um die Weihnachtszeit blüht. Sie wird nur zur Hälfte in einen Topf mit Pflanzerde gesteckt und zunächst noch nicht gegossen. Erst wenn sich einige Blätter und auch ein Blütenstiel gebildet haben, wird langsam mit der Bewässerung begonnen. Damit keine Staunässe entstehen kann, ist es hilfreich, den Boden des Topfes zunächst mit einer Schicht Kies oder Blähton zu bedecken, bevor die Blumenerde eingefüllt wird. Bei der Größe des Pflanzgefäßes reicht es vollkommen aus, wenn zwischen der Zwiebel und dem Rand des Topfes nur noch wenig Platz bleibt.

Bild: Marwel / pixelio.de

Pflege

Während ihrer Blütezeit sollte die Amaryllis hell, aber nicht zu sonnig stehen, denn dann halten die Blüten am längsten. Sie braucht nicht all zu viel Wasser und im Übertopf sollte auf keinen Fall Wasser stehen bleiben, denn dadurch beginnt die Zwiebel schnell zu faulen. Nachdem die Amaryllis verblüht ist, wird der Blütenstiel entfernt. Danach wird die Pflanze zunächst noch im Haus weiter gepflegt, bis die Außentemperaturen wieder so weit angestiegen sind, dass es zu keinen Nachtfrösten mehr kommt, denn Minusgrade verträgt die Pflanze nicht. Den Sommer sollte sie jedoch am besten draußen an einem sonnigen Platz verbringen. Etwas Dünger versorgt sie in dieser Zeit mit den notwendigen Nährstoffen.

Die Ruhephase

Ab August wird die Amaryllis immer weniger und zum Schluss gar nicht mehr gegossen und nicht mehr gedüngt. Dadurch beginnt das Blattwerk zu verwelken, es sollte jedoch erst abgeschnitten werden, wenn es vollständig vertrocknet ist, denn bis dahin werden über die Blätter noch Nährstoffe in der Zwiebel eingelagert. Danach wird die Zwiebel aus dem Topf genommen und in den Keller oder einen anderen dunklen und kühlen Raum gebracht, wo sie einige Wochen ruhen sollte. Zu Beginn des Winters wird die Zwiebel wie bereits oben beschrieben wieder in frische Blumenerde eingepflanzt und wird bald wieder zu blühen beginnen.

Vermehren

Die Zwiebel der Amaryllis bildet im Laufe der Zeit oft kleine Nebenzwiebeln, die zur Vermehrung genutzt werden können. Hierzu werden sie einfach von der Hauptzwiebel abgeschnitten und in eigene Töpfe gesteckt. Es kann allerdings einige Jahre dauern, bis sich bei diesen Pflanzen eine Blüte bildet.


Garten Schlüter

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