Maracuja – Passionsfrucht

Die Maracuja (Passiflora edulis) ist durch ihre schönen Blüten eine attraktive und mehrjährige Kletterpflanze, wird aber auch wegen ihrer Früchte kultiviert. Sie ist jedoch nicht winterhart und eignet sich hierzulande deshalb nur für die Kübelhaltung.

Bild: Ruth Rudolph / pixelio.de

Die Maracuja oder Passionsblume blüht im Sommer. Dann bilden sich bis zu acht Zentimeter große Blüten mit einem interessanten Strahlenkranz. Sie brachten dieser Pflanze die Namen Passionsblume und Passionsfrucht ein, denn sie erinnern an die Dornenkrone Jesu. Die Maracuja ist selbstbefruchtend und benötigt deshalb keine zweite Pflanze in der Nähe. Wer vor allem die Früchte ernten möchte, kann den Ernteertrag durch eine weitere Pflanze jedoch steigern. Maracujas sind, soweit der Kübel im Sommer auf dem Balkon oder im Garten steht, ab August reif.

Aussaat

Die eigene Anzucht aus Samen ist bei der Maracuja ganzjährig möglich. Hierfür eignen sich neben dem Saatgut aus der Gärtnerei auch die schwarzen Kerne aus einer Frucht. Letztere sollten jedoch gründlich gereinigt werden, denn sie beginnen in der Erde leicht zu faulen, wenn noch Fruchtfleisch an ihnen haftet. Im Anschluss werden die Kerne und auch gekaufte Samen am besten für einige Tage in warmem Wasser eingeweicht, denn dadurch keimen sie leichter. Danach können sie in kleine Töpfe mit Aussaaterde gelegt werden. Die Samen der Maracuja dürfen nur mit wenig Erde bedeckt werden und brauchen eine Temperatur zwischen 25 und 30°C, damit sie keimen können. Außerdem sollte die Erde während der Keimung nicht austrocknen, deshalb ist ein kleines Zimmergewächshaus für die eigene Anzucht der Maracuja am besten geeignet. Es kann allerdings bis zu zwei Monate dauern, bis die ersten Pflänzchen aus der Erde sprießen. Etwas Geduld ist daher unbedingt vonnöten. Die Belohnung für diese Arbeit erfolgt nach zwei Jahren, denn dann blühen die meisten selbst ausgesäten Pflanzen zum ersten Mal.

Bild: Dieter Kaiser / pixelio.de

Standort und Pflege

Die Maracuja klettert leicht einige Meter hoch und braucht deshalb eine entsprechend große Kletterhilfe, die beispielsweise an der Hauswand befestigt werden kann. Sollte sie im Laufe der Zeit zu groß werden, können die Triebe jedoch gekürzt werden. Dieser Rückschnitt kann den ganzen Sommer über vorgenommen werden. Der ideale Standort für eine Maracuja ist sonnig, aber nicht zu heiß, denn bei zu großer Hitze blüht die Pflanze nicht. Sie braucht relativ viel Wasser, reagiert aber empfindlich auf Kalk und wird deshalb möglichst mit Regenwasser gegossen. Eine regelmäßige Düngung vom Frühling bis zum Herbst sorgt für ein gesundes Wachstum.

Überwinterung

Die Maracuja stammt aus Brasilien und verträgt deshalb keinen Frost. Sie überwintert am besten in einem hellen Raum, in dem die Temperatur bei 10 bis 15°C liegt. In dieser Zeit braucht sie weniger Wasser und sollte nicht mehr gedüngt werden. Nach draußen darf sie erst wieder, wenn die letzten Nachtfröste vorüber sind. Nach den Eisheiligen Mitte Mai ist daher ein guter Termin. Die Maracuja treibt in jedem Frühling aus dem Wurzelstock wieder aus. Ein größerer Blattverlust im Winter ist daher nicht weiter tragisch. In diesem Fall können die Ranken einfach abgeschnitten werden. Wichtig ist es allerdings, die Pflanze nicht sofort wieder in die Sonne zu stellen, denn sonst verbrennen die Blätter. Für die erste Zeit sollte die Maracuja deshalb einen halbschattigen Platz bekommen, wo sie nicht der prallen Mittagssonne ausgesetzt ist. Alternativ kann sie aber auch ganzjährig in einem beheizten Wintergarten kultiviert werden.


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