Paprika

Paprikapflanzen lassen sich auch hierzulande kultivieren, sollten aber einen möglichst warmen und geschützten Platz bekommen, denn ihre Heimat liegt in warmen Gegenden Süd- und Mittelamerikas. Damit die Früchte ausreifen und einen guten Geschmack entwickeln, werden sie daher am besten in einem Gewächshaus angebaut.

Bild: Kurt F. Domnik / pixelio.de

Säen

Wer seine eigenen Paprikapflanzen aus Samen ziehen möchte, kann hiermit bereits ab Februar beginnen. Die Samen werden in Töpfe oder Schalen mit Anzuchterde gelegt, nur ganz leicht mit Erde bedeckt und in der folgenden Zeit gleichmäßig feucht gehalten. Auf einer hellen Fensterbank keimen sie bei einer Temperatur von 18 bis 20°C innerhalb von 10 bis 14 Tagen. Etwas verkürzen lässt sich diese Zeit, indem die Samen vor der Aussaat für zwei Tage in lauwarmes Wasser gelegt werden.

Nachdem sich kleine Pflänzchen mit einigen Blättern entwickelt haben, werden diese entweder einzeln in etwas größere Töpfe pikiert oder direkt in den Garten ausgepflanzt. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass Paprikapflanzen keinen Frost vertragen und daher am besten erst nach den Eisheiligen Mitte Mai nach draußen sollten.

Pflanzen

Paprikapflanzen wachsen am besten in einem lockeren Boden, der vor dem Pflanzen mit etwas Kompost oder einem Dünger angereichert wurde. Gleichzeitig mit den Pflanzen sollten auch schon die Stützen gesetzt werden, um die langen Triebe, sobald sie eine entsprechende Höhe erreicht haben, daran festzubinden. Auf diese Weise verhindert man, dass die Wurzeln später verletzt werden. Mehrere Paprikapflanzen in einer Reihe benötigen untereinander einen Abstand von rund 50 Zentimetern.

Bild: Michael Finger / pixelio.de

Pflege

Während der Zeit der Blüte und der Fruchtbildung brauchen die Paprikapflanzen ausreichend Wasser. Außerdem mögen sie es, wenn der Boden regelmäßig gehackt wird, damit ihre Wurzeln belüftet werden. Im Frühsommer können sie etwas zusätzlichen Dünger bekommen, um die Ernte zu steigern. Die erste Blüte, die sogenannte Königsblüte, sollte entfernt werden, denn auf diese Weise bildet die Pflanze weitere Seitentriebe, an denen sich Früchte bilden. Mehr als zwei Haupttriebe sollten pro Pflanze jedoch nicht stehen bleiben. Die Ernte beginnt bei der Paprika im Juli und dauert – soweit das Wetter entsprechend gut ist – bis in den Spätherbst.

Überwintern

Meist werden Paprikapflanzen nur einjährig kultiviert und im nächsten Jahr wieder neu ausgesät. Sie lassen sich jedoch durchaus überwintern. Hierzu können sie entweder in einen Raum mit Zimmertemperatur oder in einen kühlen Raum gestellt werden, in beiden Fällen muss der Raum jedoch hell sein. Bei der kühlen Überwinterung werden die Pflanzen nur sehr wenig gegossen, in einem warmen Raum dagegen fast genauso viel wie im Sommer. Mit etwas Glück bilden sich bei der warmen Überwinterung sogar im Winter weitere Schoten.


Samenhaus Müller

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