Riesen-Bärenklau

Der Riesen-Bärenklau hat sich als invasive Pflanze inzwischen in vielen Regionen ausgebreitet. Er sieht zwar gut aus, stellt aber eine große Gefahr für die menschliche Gesundheit dar und verdrängt heimische Pflanzen. Aus diesem Grund wird er vielerorts bereits bekämpft.

Bild: Dieter Schütz / pixelio.de

Steckbrief des Riesen-Bärenklau

Der Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum) heißt auch Herkulesstaude, Herkuleskraut und nach seiner ursprünglichen Heimat Kaukasischer Bärenklau. Er kann eine Größe von bis zu fünf Metern erreichen und auch seine Blätter werden einen Meter lang. Sein Stiel hat einen Durchmesser von bis zu zehn Zentimetern, ist behaart, hohl und purpurfarben gefleckt. Der Riesen-Bärenklau gehört zu den zweijährigen Pflanzen. Bei ihm entstehen im ersten Jahr nur eine Blattrosette und im zweiten Jahr Blütendolden mit einem Durchmesser von bis zu 80 Zentimetern. Sie bilden sich im Zeitraum von Juni bis Juli und bestehen aus tausenden weißer bis leicht rosafarbener Blüten. Im Laufe des Sommers entstehen hieraus Früchte mit einer flachen, ovalen Form. Sie haben zu Beginn eine grüne Farbe und werden mit zunehmender Reife braun. Jede Frucht enthält zwei Samen, sodass ein Riesen-Bärenklau mehrere zehntausend Samen produzieren kann, durch die er sich weiter ausbreitet. Danach stirbt die Pflanze ab, denn nach der Samenbildung ist ihr natürlicher Lebenszyklus beendet. Sollte die Blüte aufgrund ungünstiger Bedingungen ausbleiben, lebt sie jedoch weiter und sammelt Energie, um in einem der folgenden Jahre eine Blüte zu bilden.

Bild: Dieter Schütz / pixelio.de

Die Gefahren durch den Riesen-Bärenklau

Der Riesen-Bärenklau verdrängt durch seine Größe viele andere Pflanzen. Das größte Problem sind jedoch die Furocumarine, die in allen Teilen dieser Pflanze enthalten sind. Sie verursachen in Kombination mit dem Sonnenlicht Symptome auf der Haut, die Ähnlichkeit mit Verbrennungen haben und schwierig zu behandeln sind. Außerdem hinterlassen sie oft Flecken oder Narben. Aus diesem Grund sollte ein Riesen-Bärenklau auf keinen Fall mit bloßen Händen berührt werden. Ist dies bereits geschehen, sollten die betroffenen Stellen zunächst gründlich gewaschen und in den nächsten Tagen vor Licht geschützt werden, damit keine Reaktion der Furocumarine mit dem Licht stattfinden kann.

Den Riesen-Bärenklau bekämpfen

Bei der Bekämpfung des Riesen-Bärenklau sollten unbedingt Schutzkleidung, Handschuhe und am besten auch ein Gesichtsschutz getragen werden. Außerdem ist darauf zu achten, Werkzeuge nach dem Gebrauch sorgfältig zu reinigen, denn an ihnen könnten Furocumarine haften bleiben.

Junge, noch relativ kleine Pflanzen lassen sich am besten im Frühling oder im Herbst mit einem Spaten ausstechen. Bei ihnen sollten jedoch nicht nur die überirdischen Teile entfernt, sondern auch die Wurzeln durchtrennt werden, denn sonst könnten die Pflanzen aus dem Wurzelstock wieder austreiben. Beim Ausstechen sollte der Spaten deshalb 10 bis 15 Zentimeter tief in die Erde eindringen.

Durch das rechtzeitige Entfernen der Fruchtstände mit den Samen lässt sich eine weitere Ausbreitung des Riesen-Bärenklau verhindern. Sie müssen abgeschnitten werden, bevor die Früchte braun und die darin enthaltenen Samen reif werden. Hierbei kann auch der übrige überirdische Teil der Pflanze entfernt werden, damit sich keine weitere Blüten bilden. Unbedingt nötig ist dies jedoch nicht, denn wie bereits erwähnt, stirbt der Riesen-Bärenklau nach der Blüten- und Samenbildung ohnehin ab.

Pflanzenteile des Riesen-Bärenklau sollten auf keinen Fall auf dem Komposthaufen oder in der Biotonne entsorgt werden. Sie gehören in den Restmüll und werden am besten sorgfältig verpackt, damit sie bis zur Abholung der Tonne und auch danach keinen Schaden anrichten können. Alternativ können sie auf einer freien Fläche im Garten verbrannt werden.


Garten Schlüter

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